Engagementförderung

Vermeegen koordiniert katholische Ehrenämter

Engagementförderin Sabina Vermeegen hat ihren Büroplatz, wenn nicht im Homeoffice, an der Hackhauser Straße an St. Joseph, zugehörig zu St. Sebastian. Foto: Michael Schütz
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Engagementförderin Sabina Vermeegen hat ihren Büroplatz, wenn nicht im Homeoffice, an der Hackhauser Straße an St. Joseph, zugehörig zu St. Sebastian.

Ohligserin hat einzige Solinger Stelle des Erzbistums Köln in der Engagementförderung inne.

Von Daniela Neumann

Solingen. Es gibt in Solingen jede Menge Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie erhalten dafür keinen finanziellen Lohn. In unterschiedlicher Form jedoch gesellschaftliche Wertschätzung. Die katholische Kirche habe dabei vor einigen Jahren erkannt, „dass es da eines Menschen bedarf, der das hauptamtlich macht“, sagt Sabina Vermeegen.

Die Ohligserin macht diesen Job nun dauerhaft. Sie hat in Solingen die derzeit einzige Stelle des Erzbistums Köln in der katholischen Engagementförderung inne. Zuständig ist sie dabei für Ehrenämter in der Pfarrgemeinde St. Sebastian. Sie umfasst Liebfrauen Löhdorf, St. Mariä Empfängnis Merscheid, St. Katharina Wald und St. Joseph Ohligs. Von Letzterer aus, zudem ihre Heimatgemeinde, macht sie für diese Pfarreiengemeinschaft Solingen-West damit die Netzwerkarbeit in Sachen Ehrenamt.

654 ehrenamtlich tätige Menschen betreut Vermeegen dabei. Diese Zahl nennt sie wie aus der Pistole geschossen auf Nachfrage. Sie kennt die Zahl so genau, weil sie jeder dahinter stehenden aktiven Person zum Geburtstag eine Mail schreibt, erzählt sie. Zudem lebe sie eine Begrüßungs- und Verabschiedungskultur vor.

Für die Ehrenamtlichen empfinde sie eine Fürsorgepflicht, betont Sabina Vermeegen. Sie ist dabei laut Vorstellungsbrief in jeglicher Hinsicht Mentorin, nimmt die Menschen also mit und fungiert als Ansprechpartnerin. Durch ihre sonstige Arbeit als Selbstständige kennt die Bürokauffrau systematisches Arbeiten.

Und ehrenamtlich war die Katholikin sowieso schon tätig: Sie hat etwa das Dürpelfest aus dem Vorstand der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG) mitgestemmt oder die jährliche Party „Echt.Scharf.Solingen.“ vor Corona-Zeiten mit auf die Beine gestellt.

Derzeit erlebe sie wieder hohe Resonanz in karitativen Tätigkeiten, bei denen Menschen direkt für andere etwas tun. Von Nachbarschaftshilfe über Suppenausgabe bis zum Kältebus schlössen sich Einzelne zusammen oder einer Initiative an, um zu helfen. Das habe sie bereits während der Phase ab 2015 erlebt, als viele Menschen nach Deutschland flohen, berichtet Vermeegen. 2017 habe das Erzbistum Köln dann Engagementförderung mittels eines Projektes angefangen zu professionalisieren. 60 von aktuell insgesamt gut 180 Gemeinden im Erzbistum Köln starteten damit.

Sabina Vermeegen richtet eine Servicestelle ein

In diesem Sinne soll der sogenannte pastorale Zukunftsweg des Bistums dieses Jahrzehnt weiterlaufen: Geplant sind ein Kompetenzzentrum sowie eine digitale Plattform. An St. Sebastian in Solingen ist Sabina Vermeegen dabei, eine Servicestelle einzurichten. Derzeit arbeitet sie coronabedingt viel von zu Hause aus. Ziel ist es, künftig mit festen Zeiten und möglichst an einem zentralen Ort präsent zu sein.

Um voneinander und sämtlichen Belangen zu wissen, hat Vermeegen bereits einen runden Tisch eingeführt, der zweimal im Jahr tagt. „Dort sind Verantwortliche aus allen Gremien vertreten“, sagt die Ohligser Engagementförderin. Ihr Job, Ehrenamt zu stärken und zu koordinieren, steht auf drei Säulen: Kirchenentwicklung, Engagemententwicklung und diakonisches beziehungsweise karitatives Handeln.

Fördern und Begleiten als nicht-theologischer Teil des Pastoralteams: Das ist für die katholische Kirche innovativ. In den Leitlinien für den pastoralen Zukunftsweg des Erzbistums Köln heißt das so: „Unterhalb der Pfarreiebene Erprobung neuer Formen von Leitung (durch Laien)“. In der evangelischen Kirche gibt es hier eine Tradition. Zur Freiwilligenarbeit gehören Fortbildung und Austausch, betont Vermeegen. Ökumenische Angebote auch. Und sie war etwa Teil der letzten Solinger Demokratiekonferenz.

Kontakt

Ehrenamtskoordinatorin und Engagementförderin Sabina Vermeegen: Sprechstunden nach Vereinbarung, dienstags bis freitags 9 bis 19 Uhr, Tel. 01 57 56 18 93 96,

sabina.vermeegen@kath-solingen-west.de

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