Bahn

Die Verkehrsverbünde mahnen National Express ab

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Aufgabenträger pochen auf Vertragspflichten.

Von Hans-Peter Meurer

Wegen der Ausfallserie von Zügen üben nordrhein-westfälische Verkehrsverbünde geharnischte Kritik an dem britischen Einsenbahnunternehmen Britisch Rail National Express. Bei einem Krisengespräch am Montag forderten der Nahverkehr Rheinland (NVR), der Verkehrsverbund Rhein/Ruhr (VRR) und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe eine deutliche Qualitätssteigerung auf der Regionalbahnlinie (RB) 48 und der Regionalexpresslinie (RE) 7.

Seit Dezember 2015 werden die RE 7 (Krefeld - Köln - Wuppertal - Hamm - Münster - Rheine) und die RB 48 (Bonn - Köln - Wuppertal) von National Express Rail (NX) gefahren.

In der vergangenen Woche habe den NVR und den VRR eine Vielzahl von Kundenbeschwerden über die mangelhafte Betriebsqualität der Zuglinien RB 48 und RE 7 erreicht, sagte NVR-Sprecherin Ute Reuschenberg. So dürfe es nicht weitergehen. Vor allem wegen Personalmangels bei den Triebfahrzeugführern konnte NX die vertraglich festgelegten Leistungen auf der RB 48 in der vergangenen Woche nur ungenügend erbringen. Eine Vielzahl von Zügen fiel aus. Betroffen davon waren auch zahlreiche Zugreisende und Berufspendler aus Solingen und Remscheid.

Bei weiteren Missständen soll es Konsequenzen geben

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Züge der RE 7 verkehren zwischen Krefeld und Köln Messe/Deutz nur mit einer Einfach-, statt wie im Verkehrsvertrag festgelegt, mit einer Doppeleinheit. Die Folgen waren Minderkapazitäten und auch hier frustrierte Fahrgäste.

Die Verkehrsverbünde pochen auf Einhaltung der vertraglich festgelegten Leistungen. Personalbedingte Zugausfälle, unzureichende Fahrzeugverfügbarkeit und Minderkapazitäten sowie mangelhafte Kundeninformationen dürfe es nicht mehr geben, stellt NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek klar und kündigt Konsequenzen an, sollten die Missstände nicht abgestellt werden.

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