Umfrage

Vereine verzichten auf digitale Mitgliederversammlungen

Alles wird digitaler, die Vereine in Solingen wollen ihre Mitgliederversammlungen allerdings lieber „in echt“ durchführen.

Solingen. Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Ermöglichung digitaler Mitgliederversammlungen für Vereine beschlossen. Der Bundestagsabgeordnete aus Solingen, Remscheid und Wuppertal II, Jürgen Hardt (CDU), sieht darin eine Erleichterung für das Vereinsleben.

Doch eine nicht repräsentative Umfrage des Tageblatts unter Solinger Vereinen zeichnet aktuell ein anderes Bild. Auch wenn für das Abhalten einer digitalen Mitgliederversammlung die Satzung nicht geändert werden muss, erklärt Yorik Heiber vom TSV Aufderhöhe: „Es ist aktuell noch nicht geplant die Mitgliederversammlung digital abzuhalten.“

Für den Verein Stiftung Botanischer Garten berichtet Matthias Nitsche: „In der Pandemie 2020 haben wir auf digitale Vorstandssitzungen umgestellt. Wir mussten aber feststellen, dass die Technik für einige Mitglieder schwieriger zu beherrschen war als für andere Mitglieder des Vorstands.“ Daher setze der Verein inzwischen wieder auf Präsenzveranstaltungen.

Daniel Konrad vom WMTV zählt ähnliche Hürden auf: „Derzeit sind für uns als Großverein keine digitalen Mitgliederversammlungen vorgesehen. Dazu müssten die Mitglieder über entsprechendes privates Equipment verfügen; auch die Umsetzung einer digitalen Veranstaltung bedeutet einen großen Aufwand für den Verein. Ob zukünftig dieses Format für Mitgliederversammlungen zum Tragen kommt, ist natürlich nicht ausgeschlossen.“ Dazu könnte im Rahmen des NRW-Projekts zur Digitalisierung der gemeinnützigen Sportvereine demnächst durch Hardware- und Software-Zugänge zu einer Verbesserung der momentanen Möglichkeiten führen.

Mit einem Ausbau digitaler Möglichkeiten beschäftigt sich laut der Vorsitzenden Christa Berger der Solinger Kunstverein nicht: „Unsere Jahreshauptversammlungen haben wir bis auf die in 2020 als Präsenzveranstaltung gestaltet und hoffen darauf, dies auch in Zukunft so durchführen zu können.“ Zwar habe der Verein seine Satzung schon 2021 angepasst, um digitale Versammlungen durchzuführen, doch die Praxis sehe so aus: Vorstandssitzungen mache der Kunstverein mal online mal „in echt”. Aber auf die unter den Corona-Bedingungen entwickelten Hybrid-Formate werde jetzt verzichtet. pm-

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