Verein präsentiert umfassenden Ausstellungskatalog

Daniela Tobias, die Vorsitzende des Vereins Max-Leven-Zentrum, und Sparkassen-Vorstand Stefan Grunwald gestern bei der Präsentation des Kataloges im Zentrum für verfolgte Künste. Foto: Michael Schütz
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Daniela Tobias, die Vorsitzende des Vereins Max-Leven-Zentrum, und Sparkassen-Vorstand Stefan Grunwald gestern bei der Präsentation des Kataloges im Zentrum für verfolgte Künste.

„. . . und laut zu sagen: Nein!“ im Zentrum für verfolgte Künste.

Von Karl-Rainer Broch

„. . . und laut zu sagen: Nein“ ist die erste Ausstellung des Vereins Max-Leven-Zentrum Solingen. Gestern stellte die Vorsitzende Daniela Tobias den dazu gehörenden Katalog der Schau vor, die im Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum gezeigt wird. Das 280 Seiten dicke Werk mit einer Auflage von 1200 Exemplaren sollte – ebenso wie die Ausstellung – bereits voriges Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden, doch durch die Corona-Pandemie verzögerte sich die Fertigstellung. Die Stadt-Sparkasse Solingen stellte 4000 Euro für den Druck bereit, 500 Euro übernahm das Max-Leven-Zentrum.

Sparkassen-Vorstand Stefan Grunwald meinte: „Die Unterstützung gehört zu unserem gesellschaftlichen Engagement, daher haben wir uns gerne beteiligt.“ Er hob hervor, dass die Spende unabhängig vom Neubau sei, der nach Fertigstellung auch die Räume der Gedenkstätte des Max-Leven-Zentrums aufnehmen wird.

Jürgen Kaumkötter, Direktor des Zentrums für verfolgte Künste, ist mit der Resonanz zufrieden: „Am Tag des Museums kamen 170 Interessierte, die Zusammenarbeit mit dem Max-Leven-Zentrum hat gute Synergien ergeben, da der Inhalt zu unserem Anliegen passt, gattungsübergreifend von verschollenen Schicksalen zu informieren.“ Der Katalog habe Beziehungen zur Literaturabteilung des Museums und berichte speziell über Solinger und ihre Verfolgung.

Für Daniela Tobias stellt der Katalog eine wichtige Ergänzung zur Ausstellung dar, mit Blick auf die Besuche von Schulklassen: „Die Schüler möchten bei ihren Erkundungen etwas in der Hand haben.“ Petra Lindenau, Lehrerin an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, hat mit der Arbeitsgruppe zusätzliche didaktische Materialien entwickelt: „So können Schulklassen die damaligen Ereignisse besser nachvollziehen.“

Historiker Stephan Stracke, der Verein konnte ihn über eine Förderung durch die Landeszentrale beauftragen, die Entwicklung der Ausstellung fachlich zu begleiten., macht den Solingern ein großes Kompliment: „In Wuppertal gibt es so was nicht, der Forschungsstand der 1970er Jahre wurde auf den neuesten Stand gebracht.“

Der Katalog wird kostenlos gegen eine Spende abgegeben. Erhältlich ist er im Museums-Shop, im Stadtarchiv und in der Buchhandlung Bücherwald.

max-leven-zentrum.de

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