Stand der Sanierungen

Schlossbauverein hofft auf 160.000 Besucher jährlich

Der Vorstand informierte die Mitglieder des Schlossbauvereins im Hotel „In der Straßen“ über den Stand der Sanierungen.
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Der Vorstand informierte die Mitglieder des Schlossbauvereins im Hotel „In der Straßen“ über den Stand der Sanierungen.

Jahresversammlung des Schlossbauvereins Burg an der Wupper im Hotel „In der Straßen“.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Die laufenden Sanierungsarbeiten am und im Schloss beeinträchtigen das Besucherinteresse. Das erfuhren die Mitglieder des Schlossbauvereins Burg an der Wupper bei der Jahresversammlung im Hotel „In der Straßen“. Museumsdirektor Gregor Ahlmann zeigte auf zahlreichen Fotos den Fortschritt der Bauarbeiten und ist sich sicher, dass man sich trotz der aktuellen Widrigkeiten auf die Wiedereröffnung von Schloss und Museum im Jahr 2025 freuen könne: „Die Burg gilt als Denkmal von nationaler Bedeutung und ist eine Identifikation für die drei Städte, wir erwarten 160 000 Besucher im Jahr.“ Anstelle des früheren Rundganges werden vier Zugänge gebaut. Das Gerüst an der Mauer zur Straße hin wird in zwei bis drei Wochen entfernt. Schwierig ist es zurzeit, die Decke des Rittersaals auszuschneiden und zu ersetzen.

Basar der Kunsthandwerkerfindet wieder statt

Die finanzielle Entwicklung des Schlossbauvereins wurde massiv von der Corona-Pandemie beeinflusst. 2021 gingen die Besucherzahlen stark zurück, da außer dem Burgleuchten im November alle Veranstaltungen wie Ritterspiele, Basar der Kunsthandwerker sowie Mittelalter- und Weihnachtsmarkt abgesagt werden mussten. Der Basar der Kunsthandwerker wird in diesem Jahr wieder stattfinden: vom 28. Oktober bis zum 6. November.

Der Vorsitzende Klaus-Dieter Schulz sprach trotz der pandemiebedingten Ausfälle von gutem Zuspruch durch Touristen, die großes Interesse am Museumsshop zeigten, dessen Einnahmen von 100 000 auf 110 000 Euro stiegen: „Allerdings ist die Zahl der Ehrenamtlichen, die den Shop betreiben, von ehemals 20 auf sechs zurückgegangen.“

Schloss Burg soll als Gebäude sichtbarer werden

Museumsdirektor Gregor Ahlmann meinte zu den abgesagten Veranstaltungen: „Vor allem der ehemalige Sportplatz war schwer zu bewirtschaften. Außerdem sind für einen Erfolg Fläche und Atmosphäre von Nöten.“ Das war allerdings nicht möglich, da die Innenhöfe des Schlosses wegen der Baustelle nicht zu begehen sind. Gut geeignet war der Parkplatz allerdings für Open-Air-Konzerte. Die Konzerte – von dreien waren zwei mit jeweils 1500 Zuschauern ausverkauft – sollen daher 2023 fortgesetzt werden. Ob das Burgleuchten angesichts der Energiekrise noch angemessen ist, braucht wegen der Absage 2022 nicht diskutiert zu werden. Aber das neue Format, die Gruselnächte in den Novembernächten, sind eine Alternative, die sich mit der Baustelle vereinbaren lässt.

Der Verein ist finanziell offenbar gut durch die Corona-Zeit gekommen. Schatzmeister Klaus Hinger verzeichnete trotz Corona-Beschränkungen sogar einen Überschuss 2021 von mehr als 200 000 Euro. Den Einnahmen von knapp 1,4 Millionen Euro standen Ausgaben von nahezu 1,2 Millionen Euro gegenüber. Der bisherige Vorstand unter dem Vorsitzenden Klaus-Dieter Schulz wurde von den stimmberechtigten 34 Mitgliedern entlastet und wiedergewählt.

Da der Gewinn nur durch Ausgleichszahlungen der Anteilseignerstädte Solingen, Remscheid und Wuppertal entstanden ist und die Zahlungen von Corona-Zuschüssen 2020 erst im Jahr darauf in der Bilanz auftauchten, hat der Schlossbauverein tatsächlich einen Verlust von knapp 28 000 Euro zu verzeichnen. Hinger: „Der wurde allerdings inzwischen von den drei Städten ausgeglichen, so dass keine Verbindlichkeiten mehr bestehen.“ Ein Darlehen von 1,6 Millionen Euro wurde aufgenommen, das nach Bedarf abgerufen werden soll.

Hintergrund

Abgeschlossene Sanierungen: Bergfried, Grabentorgebäude, Alte Schule, Fassade Mitteltor, Glockenturm und Batterieturm.

Aktuelle Sanierungen: Pferdestallgebäude, Hauptgebäude, Fassade der Außenmauern, Bau einer ökologischen Heizzentrale.

Planung: Fertigstellung im Jahr 2025.

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