Planungen für CSD 2023 laufen

Verein für Solinger CSD gründet sich

Patrick Baron wurde mit 25 Ja-Stimmen zum Vorsitzenden dese Vereins gewählt.
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Patrick Baron wurde mit 25 Ja-Stimmen zum Vorsitzenden dese Vereins gewählt.

Der am Dienstagabend gegründete Verein „Christopher Street Day Solingen e. V.“ will die queere Community in der Stadt vernetzen.

Von Kristin Dowe

Solingen. Mit einer Regenbogenflagge im Hintergrund hatte das Team um Manfred Ackermann und seine Mitstreiter die Kulisse für den Anlass bereits passend gewählt: So wurde vier Monate nach dem ersten CSD in der Klingenstadt am Dienstagabend feierlich der gemeinnützige Verein Christopher Day Solingen in der Gläsernen Werkstatt in der Innenstadt gegründet. Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU) führte durch die Gründungszeremonie und fand lobende Worte für die Initiative: „Ich finde es gut und richtig, wenn Menschen sich in einer Stadt organisieren.“ Dies sei ein Grundrecht, das „die Freiheit einer Stadtgesellschaft“ ausmache.

Mit dem Status eines gemeinnützigen Vereins dürfen die Mitglieder nun Spenden empfangen und die erklärte Hauptaufgabe des Vereins, die jährliche Organisation des Solinger CSD, dürfte sich für sie noch reibungsloser gestalten. „Wir haben jetzt Rechtssicherheit für alles, was noch auf uns zukommt“, erklärte Vorstandsmitglied Manfred Ackermann. Der Solinger SPD-Politiker wurde zum Schatzmeister gewählt und möchte die Vereinsarbeit von seinem politischen Engagement trennen. „Wir sind dem Brauchtumsverein und dem Verein SOS Rassismus für ihre bisherige Unterstützung bei der Organisation des CSD sehr dankbar,“ betonte er. Auch mit dem neuen Vereinsstatus sollten diese weiterhin in die Arbeit mit eingebunden werden. Skurrile Randnotiz für die Verantwortlichen: Die Vereinssatzung habe nicht in Gender-Schreibweise verfasst werden dürfen – das lasse das Gesetz nicht zu.

Nach dem durchschlagenden Erfolg des CSD im Sommer wolle man auch im kommenden Jahr auf einen Demozug verzichten und an den Güterhallen im Südpark wieder „ein Fest unter dem Regenbogen“ feiern. Die Arbeit für 2023 hat das Orga-Team schon jetzt aufgenommen. „Damit müssen wir früh beginnen, da die Nachfrage nach Künstlern sehr groß ist“, so Ackermann. Einige Musiker hätten ihr Kommen bereits fest zugesagt. Beim ersten CSD im Juli feierten laut Schätzung der Veranstalter bis zu 5000 Besucher auf dem Gelände an den Güterhallen. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, gab Patrick Baron zu.

Neben dem CSD hat sich der Verein die Vernetzung der queeren Community und Gruppen wie der Gemischtwarenladen in Solingen auf die Fahnen geschrieben. Unter anderem wolle das Team in Absprache mit den Schulen die Aufklärung über Homosexualität im Unterricht vorantreiben, teilten die Verantwortlichen mit.

„Wir haben jetzt Rechtssicherheit für alles, was noch auf uns zukommt.“

Manfred Ackermann, Schatzmeister

Auch in andere größeren Städten, die einen eigenen CSD haben, wird die Organisation von einem Verein gestemmt. Entsprechende Pläne gibt es auch in Remscheid – mit den Initiatoren in der Nachbarstadt stehe das Solinger Team in engem Austausch, hieß es.

Nun stehen bei dem Verein zunächst zwei Veranstaltungen im Kalender: So ist der Christopher Street Day Solingen am 10. und 11. Dezember mit einem eigenen Glühweinstand beim „Weihnachtsdorf der guten Taten“ auf dem Fronhof vertreten. Außerdem konnte das Team Schausteller Frank Decker überzeugen, aus der Hüttengaudi auf dem Mühlenplatz am 10. Dezember ab 18 Uhr eine „Pink Christmas Party“ zu machen. Dann wolle man „mit etwas Weihnachtsmusik das Geschaffte feiern und das Jahr ausklingen lassen“.

Hintergrund

Ämter: In den Vorstand wurden mehrheitlich gewählt: Patrick Baron (Vorsitzender), Rafael Warzecha (stellvertretender Vorsitzender), Manfred Ackermann (Schatzmeister) und Guido Baron (Protokollführer). Beisitzende sind Corinna Faßbender, Marc Heitzer und Claudia Schmidt. Zum Kassenprüfer wurde Jens Müller gewählt, Juliane Hilbricht zu seiner Stellvertreterin.

Beitrag: Als jährlicher Mitgliedsbeitrag werden für verdienende Mitglieder 60 Euro und für nicht verdienende 30 Euro fällig.

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