Verbrauchertipp

Wie sich einfach Energie sparen lässt

Bereits kleine Maßnahmen können dabei helfen, den Stromverbrauch zu senken.
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Bereits kleine Maßnahmen können dabei helfen, den Stromverbrauch zu senken.

Hohe Kosten belasten viele Haushalte – Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Energiesparen.

Von Manuel Böhnke

Die Preise für Gas, Öl und Strom kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Das Thema ist allgegenwärtig – nicht nur medial, sondern auch im Leben vieler Solingerinnen und Solinger. Sie müssen deutlich gesteigerte Abschlagszahlungen leisten und sehen sich mit hohen Nebenkostenabrechnungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, Energie zu sparen, und damit Kosten zu senken. „Schon kleine Änderungen im Alltag zeigen Wirkung“, betont die Solinger Beratungsstelle der Verbraucherzentrale. Die dortigen Experten geben Tipps.

Kühlen, Waschen, Heizen: Ein besonderes Sparpotenzial ergebe sich mit Blick auf Großgeräte. Wer bei einem Kühlschrank beispielsweise eine Temperatur von sechs statt sieben Grad einstelle, erhöhe den Stromverbrauch um etwa sechs Prozent. „Nur wenn häufig schnell verderbliche Lebensmittel aufbewahrt werden, sollte die Kühlschranktemperatur auf zwei Grad gesenkt werden“, raten die Verbraucherschützer. Im Gefrierfach seien minus 18 Grad optimal. Darüber hinaus könne man drüber nachdenken, zusätzliche Kühlschränke oder Gefriertruhen abzuschaffen.

Bei Wasch- und Spülmaschinen seien Eco-Waschgänge sinnvoll. Nicht empfehlenswert seien dagegen Kurzprogramme, da diese mehr Strom und Wasser benötigen. Grundsätzlich gelte: „Haushaltsgeräte, die älter als zehn Jahre sind, verbrauchen deutlich mehr Strom als neue Geräte.“


Computer, Handy und Co.: Auch bei kleineren elektronischen Geräten ergeben sich der Verbraucherzentrale zufolge Einsparmöglichkeiten. Das gilt vor allem für Kommunikation und Unterhaltung, die durchschnittlich fast ein Drittel des Stromverbrauchs eines Haushalts ausmache. Die Hinweise der Experten: „Große Fernseher verbrauchen auch in der bestmöglichen Energieeffizienzklasse mehr Strom als kleinere Geräte. Bei Videokonferenzen, Musik- oder Video-Streaming empfiehlt es sich, das Tablet oder den Laptop zu nutzen, eine geringere Auflösung zu wählen, das Wlan statt das Mobilfunknetz zu nutzen und Lieder oder Filme herunterzuladen.“


Heizkosten: Noch scheint die kommende Heizperiode in weiter Ferne. Doch in der kalten Jahreszeit werden in diesem Jahr besonders viele Menschen auf ihren Verbrauch achten. „Jedes Grad Raumtemperatur senkt den Verbrauch um etwa sechs Prozent“, erklärt die Verbraucherzentrale. Und liefert gleich Vorschläge für die Temperatur in bestimmten Räumen mit. Im Wohnzimmer seien 20 Grad optimal, im Schlafzimmer oft 18 genügend. Wird ein Raum weniger genutzt, könnten dort 16 Grad ausreichen. Darunter sollte das Thermometer jedoch nicht fallen, da ansonsten Schimmel drohe. Zur richtigen Einstellung heißt es: „Stufe 1 auf dem Thermostat entspricht etwa einer Temperatur von zwölf Grad. Der Abstand zwischen einer Stufe beträgt dabei etwa vier Grad, die kleinen Striche dazwischen markieren jeweils ein Grad. Stufe 5 entspricht also bereits etwa 28 Grad.“

Richtiges Lüften: Es komme jedoch nicht nur auf das richtige Heizen, sondern auch korrektes Lüften an. Nicht sinnvoll sei ein dauerhaft gekipptes Fenster. Diese Technik kühle die Wände aus. Stattdessen spricht sich die Beratungsstelle für Stoßlüften mehrmals pro Tag aus. Verhindern müsse man dagegen unfreiwilligen Luftaustausch aufgrund undichter Fenster oder Türen. Bei Problemen könne es helfen, Dichtungen zu erneuern und Fensterflügel neu zu justieren. Ein praktischer Tipp, um undichte Stellen zu finden: „Ein Blatt Papier zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel einklemmen – lässt es sich bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen, ist das Fenster an dieser Stelle dicht. Den Test sollte man an mehreren Stellen des Fensters wiederholen.“

Hohe Energiekosten: Das raten die Stadtwerke Solingen

Hintergrund

Messgerät: Wie viel Strom Haushaltsgeräte verbrauchen, lässt sich mit einem Messgerät herausfinden. Dieses kann kostenlos in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ausgeliehen werden.

Energieberatung: In Solingen ist es zudem möglich, telefonisch oder per Videochat Energieberatung wahrzunehmen. Terminvereinbarung sind möglich unter Tel. (02 12) 22 65 76-01, per E-Mail oder über das Internet.

solingen@verbraucherzentrale.nrw

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