Historisches Foto

Was verbinden Sie mit dem Gebäude?

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Vergangene Woche ging es um Höhscheid: Die Fete am Denkmol war dort ein wichtiger Bestandteil.

Von Moritz Jonas

„Wenn ich meine Geste auf dem Foto beschreiben sollte, so gebe ich gerade den Bässen den Einsatz für den ,Bergischen Sängergruß‘“, schreibt ST-Leser Ulrich Renner. „,Es grüßen Euch mit Herz und Hand, die Sänger aus dem Bergischen Land.‘“ So schallte es 38 Jahre lang an jedem dritten September-Wochenende über den Peter-Höfer-Platz am Höhscheider Denkmal. Wenn Chöre, Sänger und feierlustige Solinger den Platz fluteten, war es mal wieder Zeit für die traditionelle Fete am Denkmol. Ulrich Renner – ehemaliger musikalischer Leiter des MGV Höhscheider Sängerbund 1876 und Sänger beim Solinger Männerchor „Die Kotter“ – weiß noch genau, was für eine Freude es für ihn war, mit seinen Chören und Gesangsgruppen vor den Gästen der Fete aufzutreten. „Es erinnert mich an schöne Fest- und Feier-Zeiten“, schwärmt er.

„Ich hätte mir einen Fortbestand gewünscht.“
Norbert H. Posthum, ST-Leser

Ein besonderer Anreiz sei die Feier aber nicht nur alleine wegen des vielfältigen Programms aus Chören, Kapellen, Tanz und Unterhaltung gewesen, sondern auch wegen der Möglichkeit, sich mit Freunden und Bekannten zu treffen, weiß Norbert H. Posthum. Die Fete am Denkmol war allerdings nicht nur ein beliebter Treffpunkt für Solinger. Einmal seien dort sogar Gäste aus der Partnerstadt Thies im Senegal aufgetreten. „Das war eine tolle Stimmung“, berichtet Elke Steinhaus.

Bis 2016 fand die Fete am Denkmol rund ums Denkmal am Peter-Höfer-Platz statt.

Das Festgelände rund um das Denkmal, bei dem es sich um ein Ehrenmal für im Krieg gefallene Soldaten handelt, wie Steinhaus berichtet, hatte noch einiges mehr zu bieten außer Musik und Tanz. Neben den vielen Vereinsständen waren auch Anbieter vor Ort, welche die Besucher mit Essen und Getränken versorgten. Die Einnahmen aus dem Verkauf wurden stets gespendet, so Steinhaus weiter.

Autos anstatt Menschen – die Fete gibt es heute nicht mehr. Dabei haben die ST-Leser viele schöne Erinnerung an das Fest.

„In Erinnerung habe ich ein Kinderkarussell, dass auf unsere Tochter wie ein Magnet wirkte“, sagt Posthum. Zeitweise seien die Feierlichkeiten sogar auf Teile der Berger- und Regerstraße ausgeweitet worden. Zur Eröffnung des Festes sei stets die Stadtspitze erschienen. „Die Veranstaltung war ein Pendant zum Zöppkesmarkt in der City oder dem Dürpelfest in Ohligs“, berichtet Posthum.

Ins Leben gerufen worden sei die traditionelle Fete vom verstorbenen, ehemaligen Bezirksvorsteher Curt Meis. Die letzte Auflage der Feier rund ums Denkmal fand in 2016 statt. Grund dafür seien finanzielle und personelle Probleme gewesen. Denn es konnte kein Nachfolger für den ehemaligen Vorsitzenden Ulrich Goeres gefunden werden. In der Folge sei einvernehmlich beschlossen worden, den Verein aufzulösen, wie Regina Mengel weiß.

„Die Fete war von nun an Geschichte“, sagt Nobert Posthum und schwelgt in Erinnerungen: „Das Fest war 38 Jahre ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender von Höhscheid. Ich hätte mir einen Fortbestand gewünscht. Ich denke noch oft an die früheren Feste“.

Das neue Rätselbild

Was suchen wir heute? Was verbinden Sie mit dem Gebäude? Woran erinnern Sie sich? Senden Sie uns Ihre Antworten – gerne mit Ihren persönlichen Anekdoten – bis kommenden Donnerstag, 12. November, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an die Redaktion. Foto: ST-Archiv

redaktion@solinger-tageblatt.de

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