Verband baut drei neue Brücken über die Wupper

Projektleiter Patrick Vondung vom Wupperverband beaufsichtigt den Einbau der Autobrücke. Foto: Christian Beier

Eschbachstraße wegen Hochwasserschutz-Arbeiten gesperrt

Von Katharina Birkenbeul

Während die ersten Kollegen bereits Mittagspause machten, richtete der Bauarbeiter im gelben Autokran die neue Brücke an der Eschbachstraße in Unterburg noch einmal richtig aus. Dafür mussten am Dienstag die beiden Teile der befahrbaren Brücke erneut mit Haken befestigt und hochgehoben werden. Projektleiter Patrick Vondung vom Wupperverband beobachtete das Ganze von Außen und gab passende Anweisungen.

Im Zuge der Arbeiten zum besseren Schutz Unterburgs vor Hochwasser werden bis Freitag drei neue Brücken über die Wupper eingebaut – eine zweiteilige befahrbare, damit Anwohner an ihr Grundstück kommen und etwa 100 und 200 Meter weiter zwei einteilige Fußgängerbrücken. Für diese Arbeiten muss die Eschbachstraße jeweils von 8 bis 18 Uhr zwischen Hausnummer 75 und 113 gesperrt werden. „Die bekannte großräumige Umleitung führt von Krahenhöhe über Müngsten und Remscheid-Vieringhausen. Der Busverkehr aus Solingen endet an der Haltestelle Burg-Brücke, von Remscheid und Wermelskirchen aus am Burger Bahnhof“, erklärt Stadtsprecherin Sabine Rische den alternativen Weg für Autofahrer und ÖPNV-Nutzer. Gestern hätte es trotz der Vollsperrung aber noch kein Verkehrsproblem gegeben, betont Vondung.

Nachdem die Brücke fertig ausgerichtet wurde, mussten die Bauarbeiter von unten eine Schalung an die Brücke anbringen. Diese stellt die Gussform dar, um die Brücke mit Beton auszugießen und so abzudichten. Bevor die Brücke genutzt werden kann, kommt dann noch Asphalt oben drauf.

„Die positive Wirkung hat sich schon gezeigt.“

Patrick Vondung, Projektleiter

Mit den drei neuen Brücken werden einfachen Bauwerke aus einer dünnen Betonschicht beziehungsweise aus Eisenbahngleisen durch stabilere ersetzt. Auch wenn diese breiter seien und mehr Wasser verdrängen würden – durch das um bis zu 1,60 Meter tiefergelegte Flussbett werde der Bach die Brückenhöhe auch bei extremen Hochwasser nicht erreicht, erklärt Vondung.

„Die positive Wirkung hat sich bei den hohen Niederschlägen im Winter schon gezeigt.“

Die Arbeiten in Unterburg sind mit dem Einbau der Brücken noch nicht ganz abgeschlossen. „In den kommenden Wochen werden die neuen Ufermauern auf den noch verbleibenden rund 85 Metern hergestellt, die straßenseitige Stützwand mit Natursteinen verkleidet und das Bachbett vertieft“, so Rische. Dafür werde aber keine Vollsperrung notwendig sein, eine Einspur-Regelung reiche aus, erklärt der Projektleiter. Vondung fügt hinzu, dass zudem die Privatgrundstücke, auf denen gearbeitet werden musste, wieder hergestellt werden. Letzteres sei neben dem Anbringen von Geländern auch der einzige Punkt, an dem noch nach den Sommerferien gearbeitet werden soll. Durch viel Regen zu Beginn des Jahres war es bei vorherigen Arbeiten zu Verzögerungen gekommen. Das sollte beim Einbau der Brücken im Hinblick auf die Wetterprognose nicht der Fall sein.

Dennoch sehnt sich der Projektleiter ebenso wie die Anwohner, die schaulustig aus ihren Fenstern dem Treiben zusahen, dem Ende entgegen: „Ich bin froh, wenn die Bauarbeiten endlich abgeschlossen werden. Es hat lange genug gedauert.“ Vondung ist sich sicher, dass es im Zeitplan geschehen wird. Eine endgültige Kosteneinschätzung wollte er nicht nennen.

Bauzeit

Die Arbeiten waren in zwei Phasen eingeteilt. Begonnen wurde 2016 mit der Tieferlegung des Bettes. Dann wurden Stützwände erneuert .2019 begann die zweite Phase, die im Sommer beendet sein soll.

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