Verbände loben Krisenmanagement des Jugendamtes

Die Corona-Krise zwingt Rathaus und freie Träger oft zu schnellem Handeln

Von Andreas Tews

Mit einer Schließung der Kindergärten, digitalen Angeboten und viel Beratung reagierten die Fachabteilungen des Jugendamtes auf die Corona-Krise. Im städtischen Jugendhilfeausschuss zogen sie ein erstes Resümee und ernteten viel Lob von den Fachleuten der Vereine und Verbände.

„Wir mussten in den Kindertagesstätten von heute auf morgen von 100 auf 10 Prozent zurückfahren“, berichtete zum Beispiel Christoph Steinebach von der Jugendhilfeplanung. Bewährt habe sich, dass die Verwaltung die Kinderbetreuung des Offenen Ganztag in den Schulen und die der Kitas in der Krise aus einer Hand organisiert habe. Bei der Zusammenarbeit mit freien Trägern von Kindergärten habe sich diese Arbeit qualitativ positiv von der in anderen Städten abgehoben, lobte Thorsten Böth. Dies bezog der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes auf zur Verfügung gestellte Unterlagen und auf die Beratung. Dem schloss sich Ulrike Kilp (Diakonisches Werk) an. Selbst in Detailfragen habe die Verwaltung schnell reagiert.

Bei der kompletten Wiedereröffnung der Kitas hat sich laut Steinebach in dieser Woche gezeigt, dass viele Eltern noch vorsichtig seien. Nur rund 3300 von 5000 Kindern besuchen nach seinen Zahlen derzeit die Einrichtungen.

Auch im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) – der eingreifenden Jugendarbeit - sind die Systeme laut Julia Thiermann (Der Paritätische) nicht kollabiert. Dort habe man darauf gesetzt, rund um die Uhr für Ratsuchende erreichbar zu sein, sagte Mike Wetzel vom ASD. Gespräche hätten er und seine Kollegen nicht selten unter freiem Himmel geführt.

Abteilungsleiter Jürgen Bürger (Jugendförderung) berichtete, dass in der Corona-Zeit digitale Angebote über Internet-Kanäle wie Youtube oder Instagram geschaffen wurden. Dies sei zwar sinnvoll gewesen, sagte Eva Thomas (Stadtjugendring). Solche Angebote könnten aber den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. Analoge Angebote werden laut Bürger derzeit schrittweise wieder hochgefahren.

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