Radverkehr

Veloroute: Arbeiten in Wald beginnen

Der Ausgang des Rabbasol-Tunnels nahe des Walder Bahnhofs ist eine Gefahrenstelle an der Korkenziehertrasse. Foto: Christian Beier
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Der Ausgang des Rabbasol-Tunnels nahe des Walder Bahnhofs ist eine Gefahrenstelle an der Korkenziehertrasse.

Gefahrenstelle der Korkenziehertrasse wird entschärft.

Von Timo Lemmer

Solingen. Regelmäßige Nutzer der Korkenziehertrasse kennen die wenigen Gefahrstellen der ehemaligen Bahnlinie, die Anfang des Jahrtausends zum Radwanderweg umfunktioniert wurde und als wichtige Route das Streckennetz der Stadt Solingen prägt. Allen voran eine Stelle in Wald verlangt den Nutzern viel ab: Der Ausgang des Rabbasol-Tunnels nahe des Walder Bahnhofs.

In Fahrtrichtung Gräfrath trägt der Streckenverlauf die Radfahrer hier weit nach außen, was hohe Vorsicht erfordert und auch den Fußgängern Aufmerksamkeit abverlangt. „Die Stadt war deshalb bemüht, ein angrenzendes Grundstück aus privater Hand zu kaufen, um die Kurve an dieser Stelle anders darzustellen“, erklärt Sabine Rische. Das ist inzwischen nicht nur gelungen, wie die Stadtsprecherin sagt. Vielmehr laufen seit einigen Tagen die erhofften Umbaumaßnahmen. Diese sind auch für die Veloroute essenziell. Die geplante Strecke von Düsseldorf nach Wuppertal verläuft von Hilden aus kommend über Solinger Stadtgebiet. In Wald und Gräfrath soll sie bis zum Trassen-Ende über die Korkenziehertrasse verlaufen.

Da beim Bau der Veloroute hohe Standards zwingend sind, um Landes-Fördermittel zu erhalten, sind auf der Korkenziehertrasse eine Reihe von Maßnahmen notwendig. Diese sollen den Charakter eines Radweges stärken, der Radfahrern erlaubt, ohne große Hindernisse weite Strecken zurückzulegen – was letztlich dazu beitragen soll, dass Pendler vom Auto aufs Fahrrad umsteigen.

Solingen: Brücke am Fallerslebenweg wird bald abgerissen

So sollen Radfahrer teilweise Vorrang vor dem Autoverkehr erhalten. Hierzu wird im kommenden Jahr an etlichen Stellen umgebaut. Das hatte an einigen Stellen für politischen Streit gesorgt. Zum Beispiel bei der Bevorzugung von Radfahrern gegenüber dem Autoverkehr im Bereich Nümmen. Größter Zankapfel: Der Überweg der Korkenziehertrasse am Kunstmuseum, an dem es aktuell einen etwa zehn Meter großen Versatz gibt. Die geplante Fällung eines Baumes ist gecancelt, aber auch die Versetzung des Überwegs um 20 Meter Richtung Gräfrather Ortskern, die für voraussichtlich rund 89 000 Euro erfolgen wird und für die ein Mast versetzt werden soll, sorgt für Auseinandersetzungen.

„Die Trasse musste daher ohnehin gesperrt werden.“
Sabine Rische, Pressestelle der Stadt

Im Fokus steht aber auch die Entschärfung der wenigen herausfordernden Kurven und Anstiege.

An der Passage in Wald wird nun der erste Schritt vollzogen. Die Maßnahme fällt zusammen mit dem schon lange beschlossenem Abriss der Brücke am Fallerslebenweg, die schon seit 2015 nur noch für Fußgänger und Radfahrer nutzbar war. Ihr Abbruch wird ersatzlos vollzogen. Die Brücke führt zwischen der Holbein- und Gräfrather Straße über den Fuß- und Radweg. „Die Trasse musste daher ohnehin gesperrt werden. Deshalb wurde die Entschärfungsmaßname extra so getaktet, dass die Bauarbeiten zusammenfallen“, erklärt Rische.

Etwa an Weihnachten sollen beide Baustellen abgeräumt sein. Die aktuelle Trassen-Umleitung führt ab der Holbeinstraße über Wittkuller- , Stübbener-, Ehren- und Fuhrstraße – beziehungsweise in entgegengesetzter Richtung über die gleichen Straßen.

Die Stadt hat zur Entschärfung der Trasse, die für die Veloroute unerlässlich ist, ein privates Grundstück angekauft. „Die Kurve erhält nun mehr Platz“, verweist Rische auf die neuen Möglichkeiten. Die Kurve wird letztlich weniger kurvig sein, die folgende Steigung abgeflacht. Die Ausführung der Maßnahme liegt bei den Technischen Betrieben der Stadt Solingen, im Bereich der Verkehrsplanung setzen derweil Experten die Veloroute um.

Eine Entschärfung von Kurve und Anstieg erfolgt auch am Trassen-Ende: Dort wird die Veloroute zum Roggenkamp weitergeführt, die jetzige Passage ist aber sowohl eng als auch steil. Die steilen Stellen der Rampe werden entschärft, die enge Kurve wird von zwei auf drei Meter verbreitet. Diese Arbeiten sind wie andere kleinere Maßnahmen für Frühjahr/Sommer 2021 vorgesehen.

Umbauten

Termine: Für das kommende Frühjahr sind einige weitere Maßnahmen angedacht, die im Zuge der Installation einer Veloroute notwendig sind. „An mehreren Straßenübergängen wird die Veloroute gegenüber dem Straßenverkehr bevorzugt werden“, sagt Stadtsprecherin Sabine Rische. Ob an der Fuhr oder in Nümmen – hierzu sind kleine Umbauten notwendig.

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