Weyersberg

Oktoberfest-Macher fordert mehr Unterstützung

Brings sorgten beim Oktoberfest für ein ausverkauftes Haus. Foto: Christian Beier
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Brings sorgten beim Oktoberfest für ein ausverkauftes Haus.

Ralf Derkum, Veranstalter des Bergischen Oktoberfests, will auch 2019 am Weyersberg feiern. Er sieht Stadt und Firmen in der Pflicht.

Von Wolfgang Günther

Am Dienstagabend endete das dritte Bergische Oktoberfest mit einem fulminanten Festabend im ausverkauften Festzelt neben der Klingenhalle am Weyersberg. Selbst bei den Plätzen an den vielen Stehtischen drängten sich die Festbesucher derart, dass die Kellnerinnen mit ihren schweren Maßkrügen kaum noch durchkamen.

Lesen Sie auch: Bergisches Oktoberfest startet mit einem Fassanstich

Die Band „Die Schluchtenkracher“, bekannt vom Münchner Oktoberfest, hatte die Besucher mit fetziger bayrischer Musik schon gehörig aufgewärmt, und als dann die Kölner Kultband „Brings“ auf die Bühne kam, war die Stimmung im großen Zelt schnell auf dem Siedepunkt – auch wenn der Auftritt der Band für viele Zuschauer zu kurz war.

Veranstalter Ralf Derkum beim Fassanstich seines Bergischen Oktoberfests.

Die Band um die Musiker Peter und Stephan Brings brachte ihre Hits in Kölner Mundart wie der „Kölsche Jong“ und die „Superjeile Zick“ über die Rampe, sie spielten aber auch die rockigen Songs aus ihrem großen Repertoire. Es herrschte perfekte Oktoberfeststimmung, und die vielen bayrisch gekleideten Menschen brachten die Trachtendichte nördlich des Weißwurst-Äquators nahe an den Rekord.

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Jahren hatte das Festzelt im September nur an jeweils zwei weiteren Freitagen und Samstagen geöffnet. „Ich habe leider in den beiden Jahren viel Lehrgeld bezahlt, die Ergebniszahlen waren tiefrot“, erzählte der Veranstalter Ralf Derkum von seinem sechsstelligen Verlust.

Die Zeltöffnung mit Musik, Küche, Bedienungen und vollem Programm an den Abenden in der Woche hatte sich nicht gelohnt. Der Wuppertaler Unternehmer war besonders enttäuscht von dem Desinteresse vieler Solinger Firmen. „Ich habe auch diesmal 1500 Unternehmen angeschrieben, ganze fünf Firmen haben sich gemeldet“, erklärte Derkum. Dabei sei der Platz an der Klingenhalle ideal, besonders auch für Gäste, die aus Wuppertal und Remscheid zum Festzelt kommen.

MUSIK

BANDS Zur Eröffnung des Bergischen Oktoberfests hatte am 21. September auch die Solinger Band „See you“ ein Heimspiel. Als weitere hochkarätige Bands aus Bayern traten im Festzelt die Gruppen „Die Zwiebeltreter“, die Blechsauga“ und die Band „Funmusic“ auf.

„Ich habe durchgehalten, weil ich an meine Idee, mein Projekt schlicht und einfach glaube. Das Bergische Oktoberfest findet auch im nächsten Jahr hier statt“, versichert Derkum, der für 2019 auch schon in Kontakt mit bekannten Bands ist. „Da werden wieder ein oder zwei absoluter Kracher nach Solingen kommen.“

Mut zu seinem Engagement hat ihm auch das verstärkte Interesse von Unternehmen in diesen Tagen gemacht. „Ich habe schon viele Anrufe bekommen, da hat es in Solingen irgendwie Klick gemacht, das ist sehr erfreulich“, sagte der Unternehmer, der auf weitere Sponsoren hofft.

Auflagen der Stadt: Um 23 Uhr ist Schluss

In diesem Jahr wird das Bergische Oktoberfest ein positives Ergebnis in den Büchern verzeichnen. Trotz dieser aufbauenden Entwicklung fordert Derkum auch weiter die verstärkte Unterstützung von Handel, Handwerk und Industrie in der Klingenstadt.

„Auch die Stadt Solingen ist gefordert, man sollte mir ein Entgegenkommen zeigen, und zumindest an einem Abend die Musik im Festzelt bis 24 Uhr erlauben.“ Bisher mussten die Bands Punkt 23 Uhr die Instrumente einpacken, während die Besucher noch gerne weiter feiern möchten.

Im nächsten Jahr findet das Bergische Oktoberfest nur an drei Abenden statt. Dabei sein wird wieder der Abend vor dem Feiertag zur Deutschen Einheit. „Falls sich Unternehmen melden, sich vielleicht zusammenschließen und einen Abend buchen, dann können wir auch gerne während der Standzeit im Festzelt geschlossene Veranstaltungen anbieten und alles organisieren“, sagte Derkum zu einer weiteren Idee, um das Bergische Oktoberfest endgültig auf sichere Füße zu stellen.

Kölner Kultband Brings spielt zum Abschluss des Oktoberfestes

 © Christian Beier
 © Christian Beier
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