„Unser Leben mit Hund“

Wir sollen Mascha „lesen“, damit sie stubenrein wird

Das große Geschäft verrichtet Mascha zuverlässig draußen. Foto: Christian Beier
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Das große Geschäft verrichtet Mascha zuverlässig draußen.

In Turnschuhe beißt der Welpe besonders gern - auch einen Teppich muss ST-Redakteurin Anja Kriskofski in Sicherheit bringen

Von Anja Kriskofski

Solingen. Seit drei Wochen ist Mascha jetzt bei uns. Und wir merken: Sie hat sich eingelebt, sieht unser Haus als ihr Revier an und uns als ihr neues Rudel. Mascha dreht manchmal richtig auf und testet die Rangordnung in der Familie aus. Kleine Herausforderungen, wie es so schön heißt: von B wie beißen bis S wie stubenrein.

Beißen

Welpen haben spitze Zähne. Das bekommen wir gleich in den ersten Tagen zu spüren. Beim Spielen beißt Mascha gerne in das weiche Fleisch zwischen Daumen und Zeigefinger oder fällt nackte Waden von hinten an. Wir versuchen, ihr das abzugewöhnen, mal mehr, mal weniger erfolgreich. So funktioniert ein „Nein“ nur, wenn es mit entsprechend lauter und strenger Stimme ausgesprochen wird. Die Kinder lernen, dass sie nicht laut schreiend davonlaufen dürfen, weil das Mascha nur noch mehr animiert. Inzwischen wenden sie sich ab und verlassen den Raum. Das klappt ganz gut.

Schlafen

Maschas Bett ist eine sogenannte Kennel-Box aus festem Stoff mit Gitternetz und Reißverschluss. Seit der ersten Nacht schläft sie darin. Mit Leckerchen, die wir anfangs immer wieder hineinwerfen, machen wir ihr die Box schmackhaft. Und siehe da: Sogar das Durchschlafen klappt darin meist ganz gut. Sechs Stunden hält Mascha durch, bis sie raus muss. Das ist auch am Wochenende gegen 6.30 Uhr. Aber wir wollten es ja nicht anders.

Spaziergang

Spaziergänge mit einem Welpen sind keine richtigen Spaziergänge. Es ist eher ein Start-und-Stopp-Laufen an der Straße. Ohnehin sollen Welpen keine langen Strecken zurücklegen. Was Mascha auch nicht tut. Manchmal schaffen wir es zum Feld, das ein paar Hundert Meter entfernt liegt. Oft bleibt unsere Hündin aber einfach sitzen. Dann gehen wir wieder zurück. Oder tragen sie zurück.

Spielen

Maschas erstes Spielzeug hat Nina lange vor ihrer Ankunft ausgesucht: ein Kauseil. Inzwischen gibt es ein Kauholz, Tennisbälle und mehrere Gummitiere, die beim Draufbeißen laut quietschen. Und es gibt Spielzeug, das keines sein soll. So liebt Mascha es, sich Turnschuhe zu schnappen und darauf herumzukauen. Um sie davon abzulenken, habe ich ein altes T-Shirt mit Schnürsenkeln umwickelt und Leckerchen darin versteckt. Hat eine Zeit lang funktioniert, doch Sneaker mag sie immer noch am liebsten.

Stubenrein

Den ersten Pinkel-Fleck auf dem Läufer im Flur haben wir an Tag zwei. Wir müssten lernen, unseren Hund zu „lesen“, hatte uns der Züchter mit auf den Weg gegeben. Gar nicht so einfach. Wir setzen Mascha regelmäßig in den Garten oder drehen eine Mini-Runde mit ihr. Das große Geschäft erledigt sie von Beginn an zuverlässig draußen. Das Wasser lässt Mascha hingegen anfangs manchmal einfach laufen, ohne dass sie vorher Anzeichen gezeigt hat. Der Sisal-Teppich im Flur scheint sie an die Kiste mit Sägespänen zu erinnern, die der Züchter als Welpen-Toilette eingerichtet hatte. Nach einem Tipp von Nachbarn (Warum sind wir nicht selbst darauf gekommen?) räumen wir den Teppich weg. Danach klappt es. Bis auf eine Ausnahme: Als meine Schwägerin zu Besuch ist, pinkelt Mascha auf die Fliesen. Beim gemütlichen Zusammensein haben wir den Hund zu wenig beachtet. Jetzt reagieren wir prompt, sobald Mascha unruhig wirkt. Bislang ohne neue Pfütze.

Die Serie

So geht es mit der Artikelserie „Unser Leben mit Hund“ in den kommenden Wochen weiter:

Sachkundenachweis und Hundesteuer – wie ich meinen Hund anmelde

Hundeschule – Mascha soll den Grundgehorsam lernen

Petfluencer – Hundehalter in den Sozialen Medien

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