Leben mit Hund

Vor Maschas Zähnen ist gar nichts sicher

Sie ist unglaublich süß, hat es aber auch faustdick hinter den Ohren: Mascha, inzwischen viereinhalb Monate alt.
+
Sie ist unglaublich süß, hat es aber auch faustdick hinter den Ohren: Mascha, inzwischen viereinhalb Monate alt.

Ob Bücher, Regale oder Gardinen: Hündin Mascha macht vor nichts Halt.

Von Anja Kriskofski (Text und Fotos)

Solingen. Die Hälfte ihres jungen Hundelebens ist Mascha jetzt schon bei uns. Viereinhalb Monate ist unser neues Familienmitglied jetzt alt. Vieles hat sich eingespielt und Zeit mit dem Hund zu verbringen, macht uns großen Spaß. Doch wir mussten auch Lehrgeld zahlen. Mascha hat uns zwar nicht die Bude zerlegt, aber einige Gegenstände sind ihren scharfen Zähnen zum Opfer gefallen.

Die hat sie übrigens nicht in Zeiten bearbeitet, wenn wir sie für zwei Stunden allein zu Hause gelassen haben. Sie hat sich dann über Bücher und Co. her gemacht, wenn sie für einige Augenblicke unbeobachtet im Raum war.

Fünf Bücher hat Mascha angenagt, am liebsten antiquarische. 

Beispiel Bücher: Die ersten hat sich aus der unteren Regalreihe gefischt. Wir dachten deshalb, es würde reichen, diese leer zu räumen. Doch weit gefehlt. Auf den Hinterläufen stehend hat es unser Schnauzer-Mädchen sogar geschafft, Bücher aus der dritten Reihe zu ziehen. Leider begnügt sie sich nicht mit den billigen Taschenbüchern. Besonders angetan haben es ihr gebundene Werke, gerne auch mit Leinenband. Zu unserem Leidwesen waren darunter auch antiquarische Bücher. Fünf hat unser Hund mit seinen Zähnen bearbeitet, eines davon so sehr, dass es in die Tonne gewandert ist.

Für unsere Regale haben wir nun Vitrinentüren im schwedischen Möbelhaus gekauft. Es sieht ein bisschen nach Arztpraxis aus, aber wenigstens sind die Bücher jetzt sicher. Mascha wundert sich jetzt allerdings, dass ihr ein Schnauzer aus den spiegelnden Scheiben entgegenblickt.

Die Gardinen im Wohnzimmer haben jetzt einen eigentlich doch sehr dekorativen Fetzensaum.

Ziemlich ramponiert sehen auch die Gardinen im Wohnzimmer aus, die bis auf den Boden hängen. So schnell können wir manchmal gar nicht gucken, wie sie den Stoff im Maul hat. Wo erst nur ein Faden heraushing, wurden es durch Maschas Zahnarbeit immer mehr. Als würde der Hund denken: Ist eh schon kaputt, da mache ich mal weiter. Wie lassen die Fetzen-Vorhänge jetzt erst einmal hängen – bis Mascha aus dem Flegelalter rausgewachsen ist.

Nicht mehr stehen lassen konnten wir die Papierlampe: Aus dem Schirm hat unser Hund im Nullkommanichts ein zerfetztes Kunstwerk geschaffen. Die Lampe stand stets hinter der Wohnzimmertür. Als unser Sohn Mascha für kurze Zeit ins Wohnzimmer gesperrt hat, war es um die Lampe geschehen.

Mit Kaffeeholz und Gummiball lässt sie sich ablenken

Eine magische Anziehungskraft übt auch Holz aus. Das bearbeitet Mascha gerne mit ihren spitzen Zähnchen. Eine Bekannte hat mir den Tipp gegeben, doch Teebaumöl auf die Gegenstände zu tropfen, an die der Hund nicht dran soll. Die Vierbeiner mögen den intensiven Geruch nicht. Was bei ihrem Hund prima funktioniert, klappt bei Mascha nur eingeschränkt. Ist der Duft des Teebaumöls verflogen, wird das Holz hingebungsvoll bearbeitet. So ist zum Beispiel eine Kante unseres Schuhregal schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Gebraucht wird es im Moment ohnehin nicht: Weil Mascha gerne Schuhe in ihr Körbchen schleppt, haben wir uns Schuhwerk nun dekorativ auf der Treppe aufgereiht.

Mascha liebt Holz, wie an unserem Schuhregal zu sehen ist.

Auch der Balken unseres Gartenhäuschens oder das Insektenhotel werden gerne angenagt. Ablenken lässt sich Mascha vom Kaffeeholz, das wir als Kauspielzeug im Tiermarkt gekauft haben. Oder von dem runden Gummiball, in den Leckerli gesteckt werden.

Nur noch Schrott ist unsere Papierlampe, die Mascha zerfetzt hat.

Gerade noch gerettet haben wir ein liebevoll ausgemaltes Mandala von Nina. Dem bunten Papierelefanten wurde zwar der Schwanz abgekaut und am Rücken hat er auch eine kleine Wunde davongetragen. Aber er wurde nicht ganz zerkaut und hängt nun leicht versehrt in Ninas Zimmer an der Wand.

Die Serie

In der ST-Serie „Unser Leben mit Hund“ schreibt Redakteurin Anja Kriskofski über ihre Erfahrungen mit ihrem Schnauzer-Welpen Mascha und andere Hundethemen. In den kommenden Folgen geht es um eine Solingerin, die Havaneser züchtet, um das Solinger Tierheim und um den ersten Urlaub, den Familie Kriskofski mit Hund verbringt. Alle Serienteile zum Nachlesen hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Mordprozess Hasseldelle: Gutachter stufen Angeklagte als voll schuldfähig ein
Mordprozess Hasseldelle: Gutachter stufen Angeklagte als voll schuldfähig ein
Mordprozess Hasseldelle: Gutachter stufen Angeklagte als voll schuldfähig ein
Wer erkennt das Gebäude?
Wer erkennt das Gebäude?
Wer erkennt das Gebäude?
83-Jähriger verstirbt nach Verkehrsunfall am Werwolf
83-Jähriger verstirbt nach Verkehrsunfall am Werwolf
83-Jähriger verstirbt nach Verkehrsunfall am Werwolf
„Wald leuchtet“ begeistert im Stadtpark – Fluthelfer eingeladen
„Wald leuchtet“ begeistert im Stadtpark – Fluthelfer eingeladen
„Wald leuchtet“ begeistert im Stadtpark – Fluthelfer eingeladen

Kommentare