Konzert

Unisono läutet kraftvoll den Herbst ein

Die Premiere der Unisono-Herbstkonzerte in der voll besetzten evangelische Kirche Ketzberg wurde von den Besuchern begeistert aufgenommen. Foto: Andreas Horn
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Die Premiere der Unisono-Herbstkonzerte in der voll besetzten evangelische Kirche Ketzberg wurde von den Besuchern begeistert aufgenommen.

Einmal mehr konnte sich der Ketzberger Gospelchor über eine ausverkaufte Kirche freuen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Mitreißende Songs zu beeindruckender Band-Begleitung, eingebettet in passende Illumination und unterstützt von einer ausgefeilten Beamer-Präsentation: Das war auch in diesem Jahr das Konzept von Unisono, mit dem der Ketzberger Gospelchor unter der Leitung von Elisabeth Szakács seine Fans zum Jubeln brachte. Damit läutete er traditionell musikalisch den Herbst ein: Sich durch regennasse Laubmengen seinen Weg zum Kircheneingang zu bahnen, gehört für Besucher einfach dazu.

Dass in diesem Jahr das Quartett der Oktober-Konzerte noch durch die Teilnahme an der zweiten Runde des WDR-Wettbewerbs „Der beste Chor im Westen“ auf ein Auftritts-Quintett aufgestockt wird, ließ die rund 40 Sänger- und Sängerinnen eher zu noch mehr Form als üblich auflaufen. Das „Proben, proben, proben . . .“ , von dem der Beamer-Text erzählte, zeigte ein bombastisches Ergebnis. Fetziger Gesang, der die Beine des Auditoriums zum Mittanzen brachte oder die Hände zum Mitklatschen, wechselte sich ab mit „stilleren“ Tönen.

Mal als Gesamtchor, mal in kleineren Ensembles („Männerkleingruppe“ oder „Frauenkleingruppe“) nahm Unisono das rund 180-köpfige Publikum mit in ihre geistliche Klangwelt voller Jubel, Anbetung und Hoffnung. Starke Solo-Stimmen sorgten für Gänsehaut-Feeling, allen voran einmal mehr Franzi Simiot mit ihrem wärmenden Soul-Timbre. Pfiffige choreographische Elementen setzten Akzente. Und mit Ausflügen über den Tellerrand hinüber zum Pop oder Rock ’n’ Roll schwappte eine Welle fröhlicher Energie durch die Stuhlreihen, angeheizt durch „Motor“ Elisabeth Szakács, die durch ihr Dirigat immer wieder für Temperamentnachschub sorgte.

Eine Band unterstützte die Gospel- und Soul-Sänger in der Kirche

Viel Beifall bekam beispielsweise eine Persiflage auf „Mozarts kleine Nachtmusik“, für die       Herren    weiße     Zopf- perücken und dazu Handschuhe trugen, die Damen sich mit Fächern elegant Luft zu wedelten. Auch „Africa“, das mit einem tropischen Gewitter schließlich zum „Circle of life“ führte, kam gut an. Wieder einmal bewährten sich Tim Weichsel am Schlagzeug, Ralf Schusdziarra am Bass, Kalle Kappner am Piano, Gitarrist Knut Kornatz und Erich Leiniger am Saxofon, der zuweilen Unterstützung von Lissy Szakács bekam. Sie rundeten alles zu einem berührenden und unterhaltsamen Abend ab.

Tosendem Applaus im Stehen folgte noch eine Zugabe, und mit einem Spalier aus Lichtern und gesungen Segensworten verabschiedete Unisono seine Gäste in die Nacht: „Peace be unto you?“.

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