Chor

Unisono-Konzert reißt das Publikum mit

Die leuchtenden, unifarbenen Schals sind das Markenzeichen von Unisono. Foto: Andreas Horn
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Die leuchtenden, unifarbenen Schals sind das Markenzeichen von Unisono.

Vor ausverkauften Reihen bot der Chor in der Ketzberger Kirche Gesang von Gospel bis Queen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Noch lange werden die Besucher des sonntäglichen Unisono-Konzertes im Kopf mitgesummt haben: „Love can build a bridge“ war das Schlusslied, mit dem die rund 50 Choristen ihre Fans aus der illuminierten Kirche hinaus auf den Vorplatz und schließlich in die Dunkelheit schickten.

Der berührende Gospelsong setzte als Zugabe des in vielerlei Hinsicht farbenfrohen Programms in der evangelischen Kirche Ketzberg einen nachhaltigen Schluss-Akkord hinter zwei Stunden voller Rhythmus, guter Laune und Lebensfreude. Auch nachdenkliche Töne gehörten dazu. Einmal mehr konnte das Ensemble unter der sensiblen wie temperamentvollen Leitung von Elisabeth Szakács seine Energie-Potenziale abrufen und damit die große Stimmstärke in rundum gelungene Arrangements verwandeln.

Dramaturgisch detailliert durchdekliniert, wurde die Abfolge von Auftritten mit ganzer Chorstärke, in Männer-Kleingruppen, Frauen-Kleingruppen oder dezimierter Besetzung zu einer insgesamt überaus runden Sache. Mit jeweils zum Stück passender Choreographie und witzigem Zubehör wie Hüten, Krawatten, Schleifen oder Blümchen brachte das Ensemble viel Bewegung ins Spiel und schaffte es damit, die Spannung und die Lust am Zuhören in der rappelvollen Kirche ungemindert hochzuhalten. Schnell steckte die Fröhlichkeit die Zuhörer an. Immer wieder wurde locker und beschwingt mitgeklatscht oder mit den Fingern geschnipst. Solisten wie Franziska Simiot, Sascha Küll oder Karsten Platz setzten mit „Lay me down“, „Human“ oder „Pray for me“ dazwischen besondere Akzente und ließen es in dem munteren musikalischen Treiben auch schon mal klanglich etwas ruhiger werden. Von Song zu Song wurde der Zwischenapplaus kräftiger.

KONZERTE

UNISONO Traditionell lädt Unisono mit seiner Leiterin Elisabeth Szakács im Spätherbst zu seinen Herbstkonzerten ein. An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden wird die Ketzberger Kirche dann abends zum Konzertsaal. Auch in diesem Jahr waren die Veranstaltungen binnen kurzer Zeit restlos ausverkauft, eine Warteliste wurde angelegt.

unisonogospel.jimdo.com

Spontanen Applaus im Stehen gab es für „Bohemian Rhapsody“. Diese Queen-Hommage entpuppte sich als brillantes Kabinettstückchen von Frieder Kattwinkel, Karsten Platz, Sascha Küll und Rainer Busboom. Zusammen mit dem kompletten Chor wurde ihre augenzwinkernde Version des Pop-Klassikers zu einem Hörgenuss, der die Zuschauer schmunzeln ließ.

In der Pause bot der geschmückte Gemeindesaal Raum zum Reden

Erneut war das Unisono-Konzert mehr als reiner Gesang. Kongenial begleitet wurden die Sänger und Sängerinnen von der Band mit Ralf Schusdziarra, Erich Leiniger, Kalle Kappner, Tim Weichsel und Knut Kornatz. Akribisch arbeitende Ton- und Beleuchtungstechniker setzten das Ensemble in immer wieder anderes und stimmiges Licht und steuerten auch die Einzelmikros gut aus: Rainer Fromm und Steffi Kalter als Moderatoren spielten mit verbaler Variationslust erfindungsreich mit dem vom Beamer präsentierten Motto „Wussten sie. . .“ und knüpften mit dieser immer wieder aufs Neue variierten Frage einen roten Faden durch die Veranstaltung.

Auch die Pause war nicht nur eine Unterbrechung, sondern gehörte auch in diesem Jahr zum Gesamtkonzept. Denn liebevoll in warmen Herbstfarben dekoriert, präsentierte sich der Gemeindesaal in stimmungsvoller Fest-Atmosphäre und lud mit Stehtischen, Sitzgruppen und reichlich leckeren Snacks und Getränken zum gemütlichen Miteinander ein. Und auch der kurze Weg dorthin durchs raschelnde Herbstlaub hinüber zur Tersteegenstraße gehört für Unisono-Konzert-Fans einfach dazu und war auch in diesem Jahr ein Teilchen fürs Gesamtpuzzle. „Wir haben für alle Aspekte der Auftritte kleine Teams, die federführend für die Choreographie, das Catering oder die Deko zuständig sind“, verriet Sänger Frieder Kattwinkel im kurzen Pausengespräch. Und das Zusammenspiel klappte hervorragend.

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