Chor

Umjubeltes Konzert in der Stadtkirche

Die Stadtkirche war beim Konzert der Chorgemeinschaft ausverkauft.
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Die Stadtkirche war beim Konzert der Chorgemeinschaft ausverkauft.

Chorgemeinschaft Aufderhöhe bewies große Vielseitigkeit.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Die Stadtkirche am Fronhof war am Sonntagnachmittag ausverkauft, als die Chorgemeinschaft Aufderhöhe mit ihrem ersten Auftritt nach mehr als zwei Jahren die lange Pause endlich hinter sich ließ. Die Pandemie hatte in den vergangenen beiden Jahren das Chorleben in Solingen fast zum Erliegen gebracht. Chöre fusionierten oder beendeten gar ihre lange Tradition. Und an ein Chorkonzert war in dieser Zeit überhaupt nicht zu denken.

Langsam kehrt wieder Normalität ein, und die Chorgemeinschaft begeisterte mit ihrem vielseitigen Sommerkonzert erneut das Publikum. „Wir haben mit unserem neuen Chorleiter Thorsten Schäffer immer weiter geprobt, der Kontakt ging teils per Videotelefon, und auch mit Besuchen bei unseren Mitgliedern zu Hause“, sagte Kassiererin Karin Witte in ihrer Begrüßung. Gleich darauf übergab sie das Mikrofon an Sängerin Julia Nikolajczyk, die in einer ausgiebigen Moderation durch das Programm führte, und selbst auch solistisch mit einigen bekannten Liedern und Arien zum Programm beitrug. Nikolajczyk arbeitet auch im Führungsteam der Chorgemeinschaft mit und unterstützt die Sängerinnen und Sänger bei der Stimmbildung.

Das opulente Konzert bot einen bunten Reigen bekannter Melodien, führte von der Wiener Klassik über die Romantik, mit einem Abstecher zu Oper und Operette, bis zu aktuellen Musical-Hits. Musikalisch gestartet wurde in der Karibik mit dem Evergreen „Wo meine Sonne scheint“, („Island in the Sun“), gefolgt von dem Welthit „An jenem Tag“ („Those were the days“).

Begleitet von Wolfgang Reimers am Klavier sang die Mezzosopranistin zwei Lieder aus dem Opus 19 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, auch der Chor brachte mit dem „Abschied vom Walde“, auf einen Text von Eichendorff („O Täler weit, O Höhen“), eines der bekanntesten Lieder von ihm zu Gehör. „Meine Lippen, sie küssen so heiß“, heißt das Lied der Giuditta aus der gleichnamigen Operette von Franz Lehár. Julia Nikolajczyk interpretierte dieses Lied einfach hinreißend. Zuvor hatte der Chor mit der Wiedergabe des Mondchors aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolay beeindruckt. Es ging Schlag auf Schlag, denn gleich darauf brachte der Chor, von Wolfgang Reimers am Klavier begleitet, mit dem Song „Can’t help falling in love“ eine Hommage an Elvis Presley.

Beeindruckende Zugabemit „Amazing Grace“

Die Chorgemeinschaft begeisterte bei ihrem Neustart nicht nur mit ihrer gesanglichen Präzision, sondern auch mit ihrer Vielseitigkeit. So erklang mit dem „Ave verum corpus“, eines der bekanntesten sakralen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, und wenig später ließen es die Sängerinnen und Sänger mitreißend swingen beim Song vom „Mr. Sandman“. Julia Nikolajczyk hatte einen letzten Auftritt mit einem Lied aus dem Musical „Rudolf – Affäre Mayerling“, und mit einer Reise nach Afrika zum „Lion sleeps tonight“ sollte das Konzert enden. Aber da hatten die begeisterten Zuhörer etwas dagegen. So erklang als ergreifende Zugabe das englischsprachige Kirchenlied „Amazing Grace“. Der stürmische und dankbare Schlussbeifall wollte lange nicht enden.

Zur Person

Thorsten Schäffer hat vor zwei Jahren die musikalische Leitung der Chorgemeinschaft übernommen. Der vielseitige Musiker ist sowohl als Pianist wie auch als Dirigent und Dozent gefragt. Aktuell wirkt er bei den Bergischen Orchestertagen vom 15. bis 19. Juni an der Akademie Remscheid mit.

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