Turm der Dorper Kirche bleibt weiter komplett verhüllt

Den Anblick des verhüllten Turms der Dorper Kirche wird es weiter geben. Baufirma und Gemeinde streiten um die Frage, wer für den kaputten, neuen Putz zahlen soll. Foto: Christian Beier

Sanierung des Putzes stockt – Spendenziel wurde übertroffen

Von Philipp Müller

Die gute Nachricht vermeldet Raphaela Demski-Galla, die Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Dorp, vorweg: Das gesetzte Spendenziel von 100 000 Euro für die Sanierung des Turms der Dorper Kirche sei um 5000 Euro übertroffen worden. Doch die schlechte Nachricht folgt: Das Gerüst um den Turm bleibt auch weiter stehen. Die Sanierung des beschädigten neuen Putzes hat noch immer nicht begonnen.

Demski-Galla führt dazu aus, dass „der genaue Umfang der Maßnahmen zur Mängelbeseitigung sowie die Gewährleistung für die schadhaften Stellen im Putz“ noch geklärt werden müssten. „Die Gespräche darüber sind noch nicht abgeschlossen.“

Pfarrer Joachim Römelt hatte Anfang Dezember 2019 erklärt, dass sich der frisch aufgetragene Putz an einer Turmseite leider gelöst habe. Damit waren die Pläne nicht mehr umsetzbar, schon zur Adventszeit den Kirchturm in neuem Glanz zu präsentieren. Damals gab er sich zuversichtlich, dass im April 2020 die Sanierung neu aufgenommen werden könnte. Doch es stocke nun weiter, bedauert Demski-Galla.

Zugleich ist die Gemeinde aber glücklich, dass die bisherige Finanzierung wie geplant umgesetzt werden konnte. Von der Deutschen Denkmalstiftung kam ein großer Betrag der gesamt rund 700 000 Euro. Ein weiterer Teil sollte aus der Mitte der Gemeinde und über Spenden gedeckt werden. Das sei mit 105 000 Euro gelungen, berichtet Demski-Galla.

Gemeinde erhält 500 Einzelspenden über gesamt 105 000 Euro

Das Spendengeld sei unter dem Dach der für die Sanierung gegründeten Bürgerstiftung eingesammelt worden, die wiederum der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zugeordnet sei, erklärt die Vorsitzende des Presbyteriums. „Fast 500 Einzelspenden vom einstelligen bis zum fünfstelligen Betrag gingen ein. Das bedeutet einen Einzelspende-Durchschnitt von 210 Euro. Wie hoch die Summe ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt: Im Schnitt spendeten die Deutschen laut Statistik im vergangenen Jahr 37 Euro.“ Die Gesamthöhe habe alle am Ende der Spendenaktion überrascht, und man sei „sehr dankbar.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Explosion in Leverkusen: Ein Toter - Entwarnung für Solingen
Explosion in Leverkusen: Ein Toter - Entwarnung für Solingen
Explosion in Leverkusen: Ein Toter - Entwarnung für Solingen
Verordnung: Es gilt für Solingen wieder die Inzidenzstufe 2
Verordnung: Es gilt für Solingen wieder die Inzidenzstufe 2
Verordnung: Es gilt für Solingen wieder die Inzidenzstufe 2
Corona: 7-Tage-Inzidenz liegt bei 60,9 - Impfaktion in Ohligs fällt aus
Corona: 7-Tage-Inzidenz liegt bei 60,9 - Impfaktion in Ohligs fällt aus
Corona: 7-Tage-Inzidenz liegt bei 60,9 - Impfaktion in Ohligs fällt aus
Stadt kauft die Ohligser Festhalle zurück
Stadt kauft die Ohligser Festhalle zurück
Stadt kauft die Ohligser Festhalle zurück

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare