Türken laufen Italienern in der Statistik bald den ersten Rang ab

Ausländer: Italien liegt bei Herkunftsländern nur noch knapp vorne. Auch Syrien holt auf.

Von Andreas Tews

Knapp 28 000 Menschen mit ausländischem Pass lebten Ende des vergangenen Jahres in Solingen. Damit stellen die Ausländer etwa 17 Prozent der gesamten Bevölkerung in der Klingenstadt. Wie in den Jahren zuvor, bildeten die Italiener die größte Gruppe unter ihnen. Doch zeichnen sich in den Zahlen, die das Statistische Landesamt jetzt veröffentlichte, einige Veränderungen ab. So liegen die Italiener in dieser Statistik nur noch knapp vor den Türken. Auffällig ist auch, dass die Syrer mittlerweile die drittgrößte Gruppe unter den Ausländern in Solingen darstellen.

Insgesamt lebten in Solingen Ende 2019 etwa 163 000 Menschen. Darunter waren nach Angaben des Landesamtes 27 575 Ausländer. Weitaus höher ist die Zahl der Menschen mit ausländischen Wurzeln. Viele von ihnen haben einen deutschen Pass. Dies waren nach Angaben der Stadt Solingen Ende des vergangenen Jahres 30 663 Menschen. Rund 58 000 (knapp 36 Prozent) haben also einen Migrationshintergrund. Diese Zahl wächst seit 2013 stetig an.

Steigende Tendenz bei Flüchtlingen und Bulgaren

Eine stark steigende Tendenz ist bei den Nationalitäten zu erkennen, die in erster Linie als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Dies gilt vor allem für die Syrer. Ende 2019 lebten 1830 von ihnen in Solingen. Das waren 135 (acht Prozent) mehr als zwölf Monate zuvor. Einen Zuwachs um 20 Personen (4,6 Prozent) auf 440 gab es auch bei den Irakern. Aber auch aus dem EU-Land Bulgarien zieht es viele nach Solingen. 1215 Bulgaren waren Ende 2019 in der Klingenstadt gemeldet. Dies waren 110 (knapp zehn Prozent) mehr als zum Ende des Vorjahres.

Die Italiener stellen seit Jahren die stärkste Gruppe unter den Ausländern in Solingen. Doch hier zeichnet sich demnächst ein Wechsel an der Spitze ab. Während die Zahl der Italiener seit Ende 2018 von 6070 auf 5980 gesunken ist, blieb der Wert bei den Türken mit 5885 (zehn mehr als ein Jahr zuvor) stabil. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die Türken in Solingen die meisten Ausländer stellen.

Auf den dritten Platz sind mit einer Steigerung von 1695 auf 1830 die Syrer vorgerückt. Sie haben die Polen auf Platz vier verdrängt. Deren Zahl ist von Ende 2018 bis Ende 2019 um 85 auf 1655 gesunken. Die fünftstärkste Gruppe unter den Ausländern stellen nach wie vor die Griechen (1375, gegenüber 1380 ein Jahr zuvor). Danach folgen mit 1215 schon die Bulgaren. Alle anderen Nationalitäten liegen deutlich unter 1000 Bürgern.

Die wachsende Zahl der Syrer macht deutlich, dass die Integrationsarbeit mit Flüchtlingen an Bedeutung gewinnt. Die Stadt und andere Träger haben dazu – unter anderem mit Unterstützung des Landes NRW – viele Angebote auf die Beine gestellt. Dazu gehören Sprach- und andere Kurse, Treffs, und Bildungsprojekte.

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Franz Gebhardt
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Also ich weiß nicht, wer in der Zeitung über Flüchtlinge aus Bulgarien schreibt, verklärt wihl die Sachlage. Oder gibt in Bulgarien Krieg, von dem ich nichts weiß