Rehabilitationssport

Trotz Einschränkungen ist Bewegung möglich

Es gibt zahlreiche Angebote, die helfen, das Wohlbefinden zu verbessern. Foto: Landessportbund NRW/Andrea Bowinkelmann
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Es gibt zahlreiche Angebote, die helfen, das Wohlbefinden zu verbessern.

Reha-Netzwerk stellt sich auf längere Corona-Phase ein und entwickelt alternative Angebote – das ST stellt einige vor.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen ist im Bereich Rehabilitationssport gut aufgestellt. Die neun im Reha-Netzwerk zusammengefassten Sport-Vereine bieten vielfältige Angebote, die einen großen Beitrag leisten, wieder fit zu werden. Bewegung kann beispielsweise helfen, chronische Erkrankungen zu verlangsamen – etwa nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder bei einer Herz- oder Lungenerkrankung.

Das ST hat sich umgesehen und stellt in einer kleinen Serie einzelne Gruppen vor. Denn auch wenn die Corona-Pandemie zunächst alles auf Null gesetzt hatte, so gibt es inzwischen wieder zahlreiche Kurse. Viele Gruppen sind geteilt worden, um die Teilnehmerzahl zu reduzieren. Im Bereich der Wassergymnastik etwa gibt es noch Ausfälle, weil das Bewegungsbad im Klinikum nicht zur Verfügung steht.

Aber beim neunten Treffen des Solinger Vereinsnetzwerks Rehasport – es entstand, um sich im Sinne der Hilfesuchenden zu ergänzen und Kompetenzen auszutauschen – zeichnete sich vorsichtiger Optimismus ab. Über den Sommer haben sich viele kreative Ideen entwickelt: „Wir verlegen so viele Übungsstunden wie möglich ins Freie“ sagte Yoneiry Torres de Jesus vom RBS (Reha- und Behindertensport). Auch habe es recht spontan neue Angebote gegeben. Dazu zählt gemeinsames Wandern, um den Ausfall noch geschlossener Hallen oder Schwimmbäder zu kompensieren. „Außerdem muss man sich an der frischen Luft weniger Gedanken um eventuell ansteckende Aerosole machen“, war einhelliger Tenor.

Menschen mit Einschränkungen finden durch das vielfältige Angebot in den unterschiedlichen Vereinen gute Möglichkeiten, die von ihrem Arzt verordneten Trainingseinheiten zu absolvieren. Speziell qualifizierte Übungsleiter vermitteln individuelle Bewegungsgrundlagen, die langfristig als Hilfe zur Selbsthilfe zu verstehen sind.

Im Laufe der Jahre ist die Palette immer größer geworden und reicht inzwischen von orthopädischer Rehabilitation bis hin zu Angeboten zur Verbesserung von Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen sowie neurologischen Defekten. Auch für Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischen Erkrankungen gibt es Bewegungsangebote, die helfen, das Wohlbefinden zu steigern.

Alle Vereine im Netzwerk haben die Corona-Regeln akribisch umgesetzt

Der Sommer mit seinem vorwiegend trockenen Wetter war für die Teilnehmer der Solinger Angebote des Rehasport-Netzwerks ein brauchbarer Verbündeter. „Viele Menschen, die bei uns trainieren, gehören ja zur sogenannten Risikogruppe und misstrauen dem Beisammensein in geschlossenen Räumen“, sagte Christine Römer vom TSV Solingen. Seit Jahren leitet sie die Abteilung Reha-Sport in dem Solinger Großverein und versteht die Sorgen der zumeist älteren Rehabilitationspatienten dahingehend sehr gut.

Alle Vereine im Netzwerk haben die Corona-Regeln akribisch umgesetzt. Es sei wichtig gewesen, schnell wieder an den Start zu gehen, sagt Römer, „denn zu lange Pausen sind der Gesundheit abträglich.“

Ansprechpartner

Kontakt: Welche Gruppe zu einem passt, welcher Verein was anbietet, welche Zeiten infrage kommen, wo was stattfindet und wer die Übungsleiter sind, erfahren Interessenten über den Sportbund, der gerne als Vermittler weiterhilft.

Adresse: Am Neumarkt 27, Tel. 02  12/ 20 22 29, montags bis mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr. Gerne können Anfragen auch per E-Mail gestellt werden.

info@solingersport.de

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