Trenkner-Gesellschaft feiert Neustart

Spielte ein brillantes Beethoven-Konzert: Die international bekannte Geigerin Maria-Elisabeth Lott. Archivfoto: Tom Kohler
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Spielte ein brillantes Beethoven-Konzert: Die international bekannte Geigerin Maria-Elisabeth Lott. Archivfoto: Tom Kohler

Konzert mit Solistin Maria-Elisabeth Lott

Von Wolfgang Günther

Vor gut 50 Jahren lernte der junge Musiker Harald Rummler den Komponisten Werner Trenkner kennen. Rummler, zu der Zeit Kantor und Organist in Solingen, begeisterte sich für die spätromantische Musik des früheren Berliner Generalmusikdirektors. Gleichzeitig sorgte er sich, dass die Musik von Trenkner in Vergessenheit geraten könnte; Rummler hatte selbst begonnen zu komponieren. Ende 1989 gründete er in Solingen die Werner Trenkner-Gesellschaft, bis heute fungiert er als Vorsitzender des Vereins. Auch hier sorgte die Pandemie für eine lange Unterbrechung, aber am Freitagabend erlebten die Freunde der Gesellschaft einen begeisternden Neustart.

Obwohl im Kleinen Konzertsaal doch einige Stühle leer blieben, kamen die Freunde von Harald Rummler und der klassischen Musik in großer Zahl. Der Verein prägt seit Jahrzehnten mit vielen Konzerten das Musikleben in Solingen. Auch im Kreis der Künstler von Weltruf hat sich Rummler einen großen Freundeskreis aufgebaut. Sechs Meisterkonzerte stehen in dieser Saison auf dem Programm.

Den Auftakt beim ersten Konzert machten die Musikerinnen und Musiker der Trenkner Akademie, das Orchester basiert auf Mitgliedern der Dortmunder Philharmoniker. Sie spielten, geleitet von Harald Rummler, seine „Variationen über ein Thema von Beethoven“. Typisch Beethoven, könnte man anfangs meinen, aber Rummler hatte in seinen Variationen melodische Überraschungen in petto. Nach Naturimpressionen in der Variation Nr. 5, endete das Werk in einem fröhlichen Allegro.

Begeisterter Applaus für junge Geigerin

Stürmisch begrüßt wurde die Solistin Maria-Elisabeth Lott, eine brillante Geigerin der jungen Generation. Es erklang das „Konzert Nr. 3 für Violine und Orchester“ von Mozart. Die Aufführung war nichts weniger als eine beglückende Begegnung mit der virtuosen Geigerin, die in die erste Reihe der Riege von Weltstars ihres Instruments gehört.

Begeisterung, Applaus und Bravorufe des überwältigten Publikums wurden leider nicht mit einer Zugabe belohnt. Dafür hatte die Künstlerin bei den ausgedehnten Kadenzen der ersten beiden Sätze wahre Kabinettstücke der Geigenkunst geboten.

Im zweiten Teil leitete Harald Rummler das Orchester sicher bei der „Symphonie Nr. 85“, von Josef Haydn. Das 2. Konzert der Trenkner-Saison findet am 24. Oktober, 19 Uhr, im Kleinen Konzertsaal statt. Solistin ist die Geigerin Alissa Margulis.

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