Tourismus

Kurzurlaub in Solingen: Stadt sucht nach Standorten für Wohnmobile

Zusätzliche Plätze für Wohnmobile wird es eher im gewerblichen als im öffentlichen Raum geben oder auf Campingplätzen wie den in Glüder. Die Stadt und eine Beratungsfirma suchen Lösungen. Foto: Michael Schütz
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Zusätzliche Plätze für Wohnmobile wird es eher im gewerblichen als im öffentlichen Raum geben oder auf Campingplätzen wie den in Glüder. Die Stadt und eine Beratungsfirma suchen Lösungen.

Die SPD wünscht mehr Angebote für Wohnmobil-Touristen in Solingen.

Von Philipp Müller

Solingen. Am Freitag begibt sich Lutz Peters, im Rathaus unter anderem für die Koordinierung von Fragen rund um den Tourismus zuständig, auf die Suche nach möglichen Stellplätzen für Wohnmobile. Das macht er nicht allein. Die Stadt hat sich über eine Ausschreibung die Beraterfirma iftConsulting aus Köln an die Seite geholt. Ziel ist es, solche Standorte für die rollenden Wohnwagen zu finden, die Touristen etwa für Ausflüge in Solingen nutzen können, um zu übernachten.

Daran fehlt es, hatte zuletzt Holger Pinowar von den „Bergischen Drei“ beklagt. Der Geschäftsführer des Bergisches Land Tourismus Marketings sagte zur Situation im Städtedreieck: „In Remscheid gibt es keine adäquaten Stellplätze, die man mit gutem Gewissen anbieten kann. Und das gilt – mit Ausnahme der Wohnmobil-Oase in Wuppertal-Barmen – fürs ganze Städtedreieck.“

Tourismus in Solingen: Aktuelles Angebot an Wohnmobilparkplätzen ist klein und nicht wirklich attraktiv

Portale für Touristen weisen für Solingen den Parkplatz am Gräfrather Brandteich aus und nennen zwei Stellplätze am Gründer- und Technologiezentrum in Höhscheid. Idylle sieht anders aus, die bekommen Touristen nur auf dem Campingplatz Glüder geboten.

Den Anstoß für die jetzt startende Mikro- und Makro-Analyse hatte die Politik gegeben. Die SPD hatte im März im Ausschuss für Tourismus beantragt, sinnvollere Plätze zu suchen. Uli Preuss hatte dazu den Anstoß gegeben. Der SPD-Ratsherr verweist auf einen wachsenden Trend des Wohnmobil-Tourismus, der auch für Solingen viele Chancen bieten werde, setze man das richtig um.

Dem folgt auch Lutz Peters, verweist bei der Umsetzung aber auf Schwierigkeiten. Fördermittel werde die Stadt schwer bekommen. Für gewerbliche Anbieter sei das leichter. Das gelte es jetzt zu untersuchen. Preuss weist auch da den Weg. Er zählt Beispiele wie Städte mit vielen Winzern oder Brauereien auf, wo die Unternehmen die mobilen Touristen direkt ansprechen. Die Parkplätze haben Strom- und Wasserversorgung. „Das sollte für Solinger Firmen interessant sein, die die berühmten Solinger Stahlwaren verkaufen. Oder auch für unsere Museen.“

Während es für Camping-Fans nahezu kein Angebot im Städtedreieck gibt, werben Hotels auf 70 Seiten für die Region.

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