Lutherkirche

Tosender Beifall für Wolf Coderas Weihnachts-Special

+
Wolf Codera (Klarinette) und Francesca Reyter (Geige) während des Weihnachtskonzerts.

Zum achten Mal hatte der Macher der "Session possible" zu ruhigeren Klängen in die Lutherkirche eingeladen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Das Publikum mochte sich nicht trennen. Auch nach der Zugabe spendete es so lange stehend und johlend Beifall, dass die Protagonisten erneut zu Mikros und Instrumenten griffen. 

Für die achte Ausgabe seines Weihnachtskonzertes hatte sich Wolf Codera, der in Solingen mit seiner „Session possible“ eine Live-Musik-Institution geschaffen hat, bemerkenswerte Musiker an die Seite seiner Klarinette und seines Saxophons geholt. Matthias („Maze“) Meusel am Schlagzeug, Claus Fischer am Bass, Prof. Jesse Milliner am Keyboard, Francesca Reyter mit ihrer Geige und Sängerin Alexander hatten spürbar genauso viel Spaß wie er, bekannte Weihnachtslieder in andere Gewänder zu stecken ohne ihnen ihren anrührenden Charakter zu nehmen. Dabei ginge die „Crew“ durchaus aus gelegentlich „einen Schritt weiter“ wie Codera in seiner gut gelaunten Moderation sagte und variierte das Ganze auch zu mitreißender Rhythmik, die mitschnipsen und mitklatschen ließ. 

Mit seiner Klarinette ließ er beispielsweise „Maria durch den Dornwald ging“ in Klezmer-Manier daherkommen und spielte das Publikum in der restlos gefüllten Kirche gemeinsam mit Francesca Reyter und ihrer Violine nahezu schwindelig. 

Stürmischen Zwischenapplaus bekam auch Alana Alexsander. Mit ihrer klangschönen Blues-Stimme interpretierte sie zunächst das zarte „Have yourself a merry little christmas“ bevor sie im zweiten Teil mit ihrer Version von „Gloria in excelis deo“ ihr Stimmvolumen in vollem Umfang präsentierte. 

Auch das Publikum saß nicht nur als bloße Zuhörerschaft in den Bänken: Mit charmanter Nachdrücklichkeit entlockte Codera ihm für „Stern über Bethlehem“ gesungene Klänge und verwandelte das Lied so Stück für Stück im „Rudelsingen“ in einen peppigen Rap. 

Professor Jesse Milliner sorgte als gebürtiger Kubaner am Keyboard für karibisches Flair bei „Jingle Bells“. 

Maze Meusel setzte mit seinem Schlagzeug immer wieder erstaunlich sanfte, aber deutliche Akzente und glänzte auch mit einem atemberaubenden Solo. Claus Fischer sorgte mit seinem E-Bass für die nötigen Basistöne in der Rhythmus-Tiefe.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Drei Anträge auf Weihnachtsmärkte
Drei Anträge auf Weihnachtsmärkte
Drei Anträge auf Weihnachtsmärkte
Oldtimer rollen durchs Bergische
Oldtimer rollen durchs Bergische
Oldtimer rollen durchs Bergische
Prozess um fünffache Kindstötung: Verteidiger erstattet Selbstanzeige
Prozess um fünffache Kindstötung: Verteidiger erstattet Selbstanzeige
Prozess um fünffache Kindstötung: Verteidiger erstattet Selbstanzeige
Corona: Inzidenzwert sinkt auf 49,0 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert sinkt auf 49,0 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert sinkt auf 49,0 - Impfzentrum schließt am 30. September

Kommentare