Hilfe für Geflüchtete

Tornister-Patenschaft für ukrainische Kinder

Peter Koshorst, Aileen Kusch, Sohn Lukas und Claudia Bialowons freuen sich über die Tornister-Patenschaften.
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Peter Koshorst, Aileen Kusch, Sohn Lukas und Claudia Bialowons (v. l. n. r.) freuen sich über die Tornister-Patenschaften.

Eltern der Grundschule Weyer haben Hilfsaktion auf die Beine gestellt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Den Kindern und Familien aus der Ukraine, die neu an der Schule sind, zu helfen – aus diesem Wunsch heraus ist an der Grundschule Weyer ein besonderes Projekt entstanden: die Tornister-Patenschaft. Die Idee dazu hatte Mutter Aileen Kusch, deren Sohn Lukas die Schule an der Sternstraße besucht. „Wir übergeben den Kindern einen komplett gepackten Tornister mit allem, was man für die Schule braucht“, erklärt sie die Idee. Damit möchte man die geflüchteten Familien entlasten, das alles finanziell und organisatorisch zusammenstellen zu müssen.

Vier ukrainische Kinder besuchen derzeit die Grundschule Weyer und konnten sich schon über den gepackten Tornister freuen. „Für den Sommer sind zwei weitere Kinder angemeldet“, erklärt Schulleiterin Claudia Bialowons. „Es ist ein tolles Engagement der Eltern, dass sie die Erstausstattung mit Hilfe einer Anschaffungsliste der Klassenlehrer zusammenstellen“, freut sie sich. In dem Tornister, der in der Regel gut erhalten gespendet wird, befinden sich neben Turnbeutel und Federmappe auch Malkasten, Stifte, Schnellhefter, Zeichenblock und vieles mehr.

„Nach Rücksprache kaufen die Eltern die einzelnen Dinge, wenn wir wissen, was gebraucht wird“, erklärt Aileen Kusch den Ablauf. Manchmal übernehmen Familien die komplette Patenschaft für den Tornister, ein anderes Mal teilt sich eine Klasse die Anschaffungen. „Aber immer sind alle engagiert dabei, beschriften teilweise schon die Dinge individuell.“

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Schule organisiert Spendenlauf für bedürftige Familien und Geflüchtete

„Die Hilfsbereitschaft ist groß“, freut sich auch Schulpflegschaftsvorsitzender Peter Koshorst. „Vor allen Dingen ist es sinnvoll, konkret und abgestimmt zu helfen“, möchte er die Idee auch an die Stadtschulpflegschaft weitergeben. Das ist auch Claudia Bialowons wichtig. „Die Flüchtlinge geben das Tempo vor.“ Danach möchte sich die Schule richten.

Schon vor Ostern hat die Schule eine große Spendenaktion für die Solinger Tafel durchgeführt. Für den Juni ist ein Spendenlauf geplant. Die Hälfte der Einnahmen gehen an bedürftige Familien. „Denn Hilfe ist nicht nur bei den Geflüchteten notwendig“, so Claudia Bialowons.

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