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THW-Helfer sind nicht nur in Solingen im Einsatz

Das sind vier der THW-Mitglieder, die im Einsatz waren (v. l.): Florian Becker, Roland Holz, Tim Ziegenbein und Jan Stolpmann.
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Das sind vier der THW-Mitglieder, die im Einsatz waren (v. l.): Florian Becker, Roland Holz, Tim Ziegenbein und Jan Stolpmann.

Technisches Hilfswerk kümmerte sich um die Infrastruktur.

Von Philipp Müller

Bis zu 10 000 Liter Wasser pumpt die stärkste Maschine des Technischen Hilfswerks (THW) pro Minute ab. Die Solinger Ortsgruppe setzte sie in den Tagen nach der Hochwassernacht in Solingen im Klärwerk Unterburg ein. Danach half sie im Ahrtal und in Erftstadt, Keller, Straßen und Gebäude vom Schmutzwasser zu befreien. Denn die rund 50 Mitglieder des Solinger THW sind nicht nur in der Klingenstadt aktiv. Ortsgruppenbeauftragter Roland Holz sagt: „Der Einsatz ist für uns immer noch nicht abgeschlossen.“

Das THW ist eine Bundesbehörde, entsprechend groß ist auch das Einsatzgebiet der Solinger Gruppe. Sie war am Donnerstag zunächst auf Hilfeersuchen der dortigen Feuerwehr in Swistal eingesetzt. Seit Freitag, 16. Juli, aber auch in Solingen. Das Klärwerk in Unterburg musste trockengelegt werden. Mit Pumpen waren aber auch Kräfte aus Velbert und Gütersloh zur Unterstützung angereist. Das klappte dann sehr reibungslos, erzählt Einsatzleiter Florian Becker: „Wir haben alle das Gleiche gelernt und sprechen die gleiche Sprache.“

In der Leitstelle wurden mit der Feuerwehr 60 Einsätze geplant

Zusammen mit Tim Ziegenbein und Sebastian Wagner von der Solinger Berufsfeuerwehr wurden die Einsätze in Burg aus der gemeinsamen Leitstelle koordiniert. Denn das THW wird in der Regel über die Feuerwehr zur Unterstützung angefordert. Eine Bürgersprechstelle sei eingerichtet worden, um zu erfahren, wo Hilfe benötigt wurde. Da waren die Kräfte des THW dann oft als Seelsorger gefragt.

So wurden 60 zum Teil stundenlange Einsätze in drei Tagen bis zum Sonntag, 18. Juli, durchgeführt. Die Zahl klingt nüchtern, doch ganz spurlos gehen diese Tage nicht an den Menschen, an den Pumpen und Werkzeugen vorbei. Doch sie erzählen ungern von der Dramatik. Dass es diese gegeben haben muss, macht ein Satz von Florian Becker deutlich: „Ich bin froh, dass sich keiner verletzt hat.“

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