Theater

Stadtensemble stellt sich neu auf

Holger Langenberg (v. l.), Ulrike Hönemann, Sabine Roth, Uwe Dahlhaus und Alexander Riedel gehören zum Solinger Stadtensemble. Das ist jetzt ein Verein und soll fester Bestandteil des Programms im Pina-Bausch-Saal werden. Das Kulturmanagement unterstützt gerade die Aufnahmen zum Stück „Krentenbettern“ – Premiere am 26. März. Foto: Stadtensemble
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Holger Langenberg (v. l.), Ulrike Hönemann, Sabine Roth, Uwe Dahlhaus und Alexander Riedel gehören zum Solinger Stadtensemble. Das ist jetzt ein Verein und soll fester Bestandteil des Programms im Pina-Bausch-Saal werden. Das Kulturmanagement unterstützt gerade die Aufnahmen zum Stück „Krentenbettern“ – Premiere am 26. März.

Das Mundartstück „Krentenbettern“ wird zum Film, Tickets gibt’s in drei Preiskategorien.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Seit dem 14. Januar ist es amtlich: Das „Stadtensemble“ ist ein eingetragener Verein. Ursprünglich einmal für die Umsetzung der weihnachtlichen Kinderstücke aus dem „Ensemble Profan“ und den „Höhscheider Bühnen“ zusammengepuzzelt, war dieser Name ein Arbeitstitel für diese Projekte. Inzwischen sei man – nicht zuletzt durch die enge Zusammenarbeit mit den Höhscheider Bühnen, die sich allein personell nicht mehr tragen konnten – immer enger zusammengewachsen, erläutert Michael Tesch, der langjährige künstlerischer Leiter von „Profan“. Die offizielle Umbenennung sei nun folgerichtig gewesen, sagt er.

Kulturmanagement-Chefin Sonja Baumhauer begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Damit habe Solingen nun nach vielen Jahren wieder ein eigenes „Haus-Ensemble“, sagt sie. Angedacht sei mit Blick auf die Zukunft, nicht nur die zuletzt vertraute Jahrestrilogie aus Kinderstück, Mundart-Stück und Erwachsenen-Stück zu präsentieren, sondern weitere Projekte anzugehen. „Bei unserer Programmplanung wird das Stadtensemble künftig eine größere Rolle spielen als bisher“, sagt Baumhauer.

„Das Stück als Film wird eine kurzweilige Sache.“

Michael Tesch, Stadtensemble

Mit rund 30 Mitgliedern im Alter von acht bis 80 plus und einem ausgewogenen Anteil von Frauen und Männern sei das Ensemble so breit aufgestellt, um „alles“, spielen zu können, merkt Tesch an.

Mit den „Krentenbettern“, die vom 26. bis 28. März nun online anzuschauen sein werden, schließt das Stadtensemble ein mittlerweile zweijähriges Projekt ab. Corona habe das Ganze in diese unvorhersehbare Länge gezogen, sagt Michael Tesch. Ursprünglich für das Frühjahr 2020 auf der Bühne geplant, doch es gab durch den ersten Lockdown bedingt lediglich ein paar amüsante gestreamte Videoschnipsel im Internet zu sehen. Aktuell wird nun ein Film mit dem kompletten Stück gedreht.

Tesch berichtet: „Unsere Technik hat sich im Laufe der letzten Monate stetig verbessert, und so können wir im Vergleich zu dem Weihnachtsstück mit den Krentenbettern nun eine Menge Qualität obendrauflegen. Das wird eine kurzweilige Sache fürs Publikum.“

Ein Grund, wie auch schon für das Weihnachtsstück, Tickets zu verkaufen. Diesmal erstmalig in drei Preiskategorien: Für 8 Euro kann man an einem damit festgelegten Tag lang den Film anschauen. Für 15 Euro gib es das Plakat der „Krentenbettern“ dazu, für 25 Euro sogar signiert von allen Darstellern.

„Immer alles, was übers Netz geht, kostenfrei anzubieten, halte ich für das falsche Signal“, sagt dazu Sonja Baumhauer. Für etwas zu bezahlen habe ja etwas mit Wertschätzung der Künstler zu tun und natürlich freue sich das Stadtensemble über Einnahmen. Die seien durch den Wegfall der sonst immer ausverkauften Mundart-Aufführungen recht schmal gewesen im letzten Jahr. Das Traditionsstück aus der Feder von Heinz Weyersberg verspricht beste Unterhaltung „op Soliger Platt“. Unter anderem agieren Uwe Dahlhaus, Hannelore Selbach und Petra Lokay in der Komödie um Bauer Dörner, der einen abgeschlossenen Vertrag derartig hefig „bejoten“ hat, dass ihm die anschließenden Nachtstunden im Gedächtnis komplett fehlen – und die verstört „fladernden und benohmenen“ Hühner im Stall nicht einzuordnen weiß. Zudem drücken die wirtschaftlichen Sorgen – aber mit Happy End.

Vorverkauf

Tickets: Der Online-Vorverkauf hat am Freitag begonnen. Die Kasse ist für den persönlichen Kontakt geschlossen.

www.theater-solingen.de

Kontakt: Das Personal ist für Fragen dienstags, donnerstags und freitags, 9.30 bis 12.30 Uhr, und donnerstags, 16.30 bis 18 Uhr erreichbar: Tel. 20 48 20.

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