Ehrenamt

Team der Heilsarmee steht für Notfälle bereit

Inge Drung und Waltraud Vösgen (v.l.) gehören zur Mannschaft der Heilsarmee-Kleiderkammer. Foto: Uli Preuss
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Inge Drung und Waltraud Vösgen (v.l.) gehören zur Mannschaft der Heilsarmee-Kleiderkammer.

Die Herausforderungen durch die große Zahl an Flüchtlingen wurden gemeistert. Genug zu tun gibt es auch mit den alltäglichen Aufgaben.

Von Michael Kremer

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Nachdem die Nothilfe für Flüchtlinge die Heilsarmee über Monate in Atem gehalten hat, nehmen jetzt wieder die alltäglichen Aufgaben einen größeren Platz ein: Am 26. November beginnt die traditionelle Weihnachtssammlung. An den Adventswochenenden ist die Blaskapelle der Heilsarmee unterwegs, um die Spendensammler in der Innenstadt zu unterstützen, in der Woche vom 12. bis 17. Dezember sogar täglich.

Noch spüren die etwa 40 Helfer der Heilsarmee nach Angaben ihres Kapitäns Oliver Walz allerdings die Nachwirkungen der großen Zahl an Flüchtlingen, die seit September 2015 nach Solingen gekommen sind. „Wir stellen dem Paritätischen Wohlfahrtsverband unsere Räume für seinen Brückenkindergarten zur Verfügung“, erklärt Walz. Dort können bis zu fünf Flüchtlingskinder, die noch keinen regulären Platz in einem Kindergarten haben, an zwei bis drei Tagen in der Woche das Kita-Leben kennenlernen.

Ruhiger geworden ist es mittlerweile wieder im Kleiderladen der Heilsarmee. „In Spitzenzeiten sind dort pro Woche vier Tonnen an Kleiderspenden angekommen“, erinnert sich der Kapitän. Die mussten von den aktuell zehn Mitarbeitern gesichtet, sortiert und im Gemeindesaal als Nothilfe an Flüchtlinge ausgegeben werden.

„Wir verstehen uns als Mittler im Hintergrund.“
Oliver Walz Kapitän der Heilsarmee

Jeder erhielt kostenlos einen Satz bestehend aus einer Winterjacke, zwei T-Shirts, zwei Pullis, zwei Hosen und einem Paar Schuhe. Auf Wunsch legte die Heilsarmee noch Mütze und Handschuhe dazu. „Die Zusammensetzung hat sich bewährt, denn sie passt in einen Trolley“, sagt Walz. Schließlich mussten die Empfänger noch aus den Notunterkünften in eine ständige Bleibe umziehen.

Auch heute kommen noch vereinzelt Flüchtlinge in den Kleiderladen, um sich Kleidungsstücke auszusuchen. Eine Extra-Ausgabe für sie gibt es aber nur noch in Notfällen. Allerdings werde laut Walz jederzeit bei einem Notfall mit einem Anruf der Stadt gerechnet. Dann werde der Kleiderladen auch schon mal außer der Reihe geöffnet. „Eine spontane Hilfe ist jederzeit möglich“, versichert Walz. „Als Heilsarmee sind wir prädestiniert, in akuten Notsituationen schnell zu helfen.“

Die letzte gab es erst vor wenigen Tagen, als ein junger Afrikaner dringend mit Winterkleidung ausgestattet werden musste. Ohnehin versteht sich die Heilsarmee nach Angaben ihres Kapitäns eher als „Mittler im Hintergrund“.

KLEIDERLADEN

GEÖFFNET Der Kleiderladen an der Florastraße 9-11 bietet gebrauchte Damen-, Herren- und Kinderkleidung, Schuhe und Bettwäsche. Er ist dienstags und freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Kleiderspenden werden zu den Öffnungszeiten oder nach Terminabsprache angenommen.

Diese Rolle will die Solinger Gemeinde auch bei der nächsten großen Aufgabe übernehmen, die in Zusammenhang mit den Flüchtlingen auf die Stadt zukommt: die Integration der Menschen. So bietet die Heilsarmee regelmäßig einen Kochkurs für Flüchtlingsfrauen an, „um ihnen wieder einen normalen Arbeitsalltag bieten zu können“, sagt Walz. Die Frauen können in der Küche der Essensausgabe für Bedürftige für sich und ihre Familien kochen. Die Küche konnte die Heilsarmee gerade dank finanzieller Hilfe der Stadt-Sparkasse modernisieren.

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