Kostenexplosion

TBS stoppen Teile ihres Standortumbaus

Auf dem Gelände Müllheizkraftwerks wird wohl weniger gebaut als ursprünglich geplant.
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Auf dem Gelände Müllheizkraftwerks wird wohl weniger gebaut als ursprünglich geplant.

Die Kostenexplosion durch die Pandemie und den Krieg gegen die Ukraine hat Folgen für Neuausrichtung der Technischen Betriebe.

Von Andreas Tews

Solingen. Kostensteigerungen um 55 Prozent sorgen dafür, dass die Technischen Betriebe Solingen (TBS) bei ihrem Standortkonzept umdenken. Höhere Ausgaben – 17,8 statt 11,5 Millionen Euro – haben sich bereits bei den Ausschreibungen und Vergaben für die ersten beiden von sechs Bauabschnitten ergeben. Darum haben die TBS nach einer schriftlichen Mitteilung an die Politik die vier weiteren Module vorerst gestoppt.

Die TBS wollen ihre Standorte an der Dültgenstaler Straße und der Sandstraße konzentrieren und modernisieren. Bereits jetzt fest, dass der 2019 festgelegte Kostenrahmen von maximal 30 Millionen Euro nur einzuhalten sein wird, wenn die TBS bei den weiteren Planungen abspecken.

So geschah es bereits bei den ersten beiden Modulen. Auf dem Gelände des Müllheizkraftwerks an der Eintrachtstraße ist von den ursprünglichen Planungen nur noch ein Bürogebäude mit Aufenthalts- und Sozialtrakt übrig geblieben. Zuvor war von zwei neuen Kraftfahrzeughallen mit darüber liegendem Büro-, Aufenthalt- und Sozialtrakt nebst einem Tonnenlager sowie einem Kfz-Unterstand die Rede gewesen. Für die Müllfahrzeuge wird jetzt nur noch eine Remise auf dem Vorplatz des MHKWs angepeilt. Dennoch steigen die Kosten für dieses Modul von 9 auf 11,5 Millionen Euro. Eine Million Euro dieser Zusatzkosten fallen bei der Remise durch eine Photovoltaikanlage, Dachbegrünung und die Installation von Stromlademöglichkeiten für künftige Elektro-Müllfahrzeuge an.

Passend dazu: TBS hoffen auf EU-Zuschüsse für Wasserstoffanlagen

Gemeinsame Werkstatt mit SWS und Feuerwehr wird geprüft

Noch auffälliger ist die Entwicklung beim zweiten Modul. Angepeilt wird hier der Bau einer MHKW-Werkstatt mit zentralem Lager, Werkstatt-Büro und Sozialräumen für Mitarbeiter. Der Beschluss für die Werkstatt steht kommende Woche an. Die Angebote der Baufirmen für das Modul liegen statt der angepeilten 2,5 Millionen nun bei 6,1 Millionen Euro.

Die Planungen für eine Kraftfahzeug-Werkstatt an der Dültgenstaler Straße wurden hingegen vorerst gestoppt. Die TBS streben jetzt eine gemeinsame Kraftfahrzeugwerkstatt mit Stadtwerken und Feuerwehr an.

Auch die Planungen für die Verlegung der Standorte Gottlieb-Henrich-, Bonner- und Schlachthofstraße an die Dültgenstaler Straße wurden gestoppt. Gleiches gilt für den Neubau einer Werkstatt für Nutzfahrzeuge und für ein Parkhaus mit 180 Stellplätzen am gleichen Standort. Hier wird jeweils geprüft, wie Kosten gespart werden können.

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