Historisches Foto

Wo liegt dieser märchenhafte Ort?

Wissen Sie, wo diese idyllische Bootstour stattfand, oder erkennen Sie sich vielleicht sogar auf dem Schnappschuss? Kleiner Tipp: Das Foto entstand Anfang der 90er Jahre an einem gewissen märchenhaften Ort. Schreiben Sie uns gerne Ihre persönlichen Anekdoten und Erinnerungen an: Solinger Tageblatt, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder senden Sie uns einfach eine E-Mail an:redaktion@solinger-tageblatt.de
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Wo liegt dieser märchenhafte Ort?

Der Tante-Emma-Laden von unserem vergangenen Rätselfoto weckte viele Erinnerungen. Der Betreiber des früheren Geschäfts am Küppersfeld bestellte seine Waren gerne mit dem Telefon der Nachbarn. Was suchen wir dieses Mal?

Wissen Sie, wo diese idyllische Bootstour stattfand, oder erkennen Sie sich vielleicht sogar auf dem Schnappschuss? Kleiner Tipp: Das Foto entstand Anfang der 90er Jahre an einem gewissen märchenhaften Ort. Schreiben Sie uns gerne Ihre persönlichen Anekdoten und Erinnerungen an: Solinger Tageblatt, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder senden Sie uns einfach eine E-Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de.

Tante-Emma-Laden weckte viele Erinnerungen

Von Kristin Dowe

„Obst, Lebensmittel, Gemüse“ – so schlicht war der frühere Tante-Emma-Laden von Claus Michels am Ende der Straße Küppersfeld überschrieben, bevor dort die Alfred-Nobel-Straße ausgebaut wurde. Heute befinden dort Wohnhäuser. Kurt Picard, dessen Eltern mit seinem Bruder in ein benachbartes Haus vom Spar- und Bauverein zogen, kann sich noch gut an das Geschäft und vor allem an dessen Betreiber erinnern. Denn ein Telefon für seine Bestellungen hätte Claus Michels damals nicht gehabt. Die unkonventionelle Lösung: Er benutzte das Telefon der Familie Picard, die er regelmäßig mit einer langen Liste besuchte, um seine Waren bei einem Kölner Großmarkt zu bestellen. Den aus der Eifel stammenden Herrn habe er in angenehmer Erinnerung, blickt Kurt Picard zurück: „Er war ein belesener, erfahrener, weiser Mann mit einem guten Urteilsvermögen.“

Auch Klaus Huber hat das charmante Lädchen noch genau vor Augen, besuchte er zu jener Zeit doch den Kindergarten im Coppelpark und kam regelmäßig dort vorbei. „Das Kloster, das im Hintergrund zu sehen ist, wurde später abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Darin lebten dann noch einige Zeit Nonnen, die es später verließen. Heute wird es wohl von den Fokolaren genutzt“, schreibt der Solinger.

An der Straße Küppersfeld in Solingen-Mitte befand sich früher das Geschäft von Claus Michels.

Eine familiäre Verbindung hat Elke Küll zu dem früheren Kioskbetreiber Claus Michels, wie sie dem Tageblatt verrät. „Claus und Anna Michels waren die Großeltern meines Ehemannes. Sie betrieben bereits vor dem Zweiten Weltkrieg den abgebildeten Tante-Emma-Laden, den Vorreiter der heutigen Unverpacktläden. Die Bonbons wurden aus großen Gläsern einzeln abgezählt, und Heringe und Gurken wurden in großen Bottichen eingelegt“, weiß Elke Küll noch. Wer hätte gedacht, dass Jahrzehnte später mal Unverpackt-Läden als modernes Konzept für nachhaltigen Konsum gepriesen werden würden, wo genau das in den damaligen Tante-Emma-Läden die Norm war? „Zur Weihnachtszeit bereitete die Großmutter frischen roten Heringssalat für den Verkauf zu. Das Rezept hierzu existiert heute noch in der Familie.“

Mit Hildegard Balke meldete sich eine weitere Leserin aus der früheren Nachbarschaft des Geschäfts. Ihre Familie sei damals mit ihren beiden Schwestern in ein Haus an der Straße Am Kannenhof gezogen. „Wir hatten einen schönen Hof zum Spielen und einen großen Garten“, schwärmt die Solingerin. „Der Laden von Michels war das einzige Geschäft weit und breit. Man konnte auf der Straße herrlich spielen, denn nur wenn Michels beliefert wurde, kam ein Auto. Die Keller waren als Luftschutzkeller eingerichtet.“

Das damalige Lebensmittelgeschäft ist inzwischen Wohnbebauung gewichen.

Übrigens – unsere Leserinnen und Leser haben nicht nur tolle Erinnerungen zu erzählen, sondern sie passen auch gut auf. Dora de Bacle und Andreas Heiser wiesen uns zu Recht auf einen Irrtum in unserer Ausgabe am 30. Juli hin: Das durch Bomben 1944 zerstörte frühere Gewerkschaftshaus wurde nicht auf dem Parkplatz von Hastenrath errichtet, sondern auf einem Grundstück näher zur heutigen AOK an der Kölner Straße. Bei beiden bedanken wir uns herzlich für den Hinweis – und bei allen anderen fürs Mitmachen!

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