Aktion

Tageblatt und Referentin laden zum Café in die Stadtbibliothek ein

Pädagogin Andrea Daun zeigt einen Titel des Experten Jesper Juul. Sie referiert auf Basis seines Wissens kostenlos am 4. März. Archivfoto: Moritz Alex
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Pädagogin Andrea Daun zeigt einen Titel des Experten Jesper Juul. Sie referiert auf Basis seines Wissens kostenlos am 4. März.

Kostenloser Großeltern- und Eltern-Nachmittag mit Pädagogin Andrea Daun findet am 4. März 2022 statt.

Von Daniela Neumann

Solingen. Nach zwei Jahren Verschieben durch Corona ist es nun so weit. Ein neuer Termin mit Konzept nach aktueller Verordnung steht. Das Solinger Tageblatt und Pädagogin Andrea Daun laden ein zum ersten, kostenlosen Großeltern- und Eltern-Nachmittag in der Stadtbibliothek. Die Bücherei ist ebenso Kooperationspartnerin wie die Freiwilligen-Agentur. Beide werden am Freitag, 4. März, ab 17 Uhr auf ihr Angebot hinweisen.

Referentin Andrea Daun greift in ihrem Vortrag bisherige Fragen und Themen rund um die Beziehung von Erwachsenen und Kindern auf. Im Anschluss ermutigt sie, eigene Fragen zu stellen. Die Solingerin leitet eine Kita in Remscheid und hat unter anderem bei dem 2019 gestorbenen Experten Jesper Juul gelernt. Der Däne gilt als einer der profiliertesten Pädagogen der jüngeren Zeit in Europa. Andrea Daun schult Menschen seit 2010 nach seinen Erkenntnissen.

Bei Heißgetränk und Keksen lautet das Motto der jetzigen Veranstaltung „Sag schön guten Tag und nimm das schöne Händchen! Gute Erziehung oder überholtes Erziehungsmodell?“. Andrea Daun erklärt: „Jede Generation erlebt eine Gegenwart, die prägt und beeinflusst. So kommt es, dass heutige Erziehungsvorstellungen so verschieden sind, dass Konflikte unvermeidbar werden.“ Wir haben schon viele neue Trends aus Forschung, Pädagogik, Therapie kommen und gehen sehen, weiß Daun. Zum einen lägen Theorie und Praxis oft zu weit auseinander. Zum anderen bleibe die Frage, welche Werte dauerhaft gelten können, so dass die Beziehung zwischen den Generationen gelingen kann.

Als Beispiel für ein neues Bewusstsein gibt Andrea Daun an, dass Großeltern gelernt hätten, sich einmal mehr um sich, einmal mehr um die Enkelkinder zu kümmern. Ein Aspekt sei auch, dass manche Großeltern an ihren Enkelkindern wiedergutmachen wollten, was sie bei ihren eigenen Kindern, mit Abstand betrachtet, anders gemacht hätten. Viele hätten sich gern mehr Zeit genommen, wären lieber weniger streng gewesen, hätten lieber weniger so pedantisch auf Ordnung geachtet, berichtet Daun aus ihrer Berufserfahrung. Eine Großmutter habe einmal gesagt: „Wenn ich meine Tochter sehe, wie sie locker mit ihrem Kind umgeht, das hätte ich damals auch gern gekonnt. Ich habe mich an diese Regeln gehalten, wie nur zu bestimmten Zeiten zu stillen, auch wenn das Baby zwischendurch Hunger hat. Diese Regeln haben mir damals Sicherheit gegeben. Heute habe ich mehr Erfahrung und weiß, dass wir vieles anders machen können.“ Dazu kann etwa gesprochen werden.

Freitag, 4. März, 17 Uhr, Stadtbibliothek, Mummstraße 10. Anmeldung erwünscht:

stadtbibliothek@solingen.de

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