Corona-Krise

Wer Symptome hat, muss zum Arzt gehen

Die Auswirkungen auf Kliniken und Arztpraxen waren Thema im Rathaus-TV.
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Die Auswirkungen auf Kliniken und Arztpraxen waren Thema im Rathaus-TV.

Mediziner warnen vor Lockerungen.

Von Philipp Müller

Solingen. Die Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf die Kliniken und Arztpraxen war Thema im Rathaus-TV. Dabei appellierte Dr. Stephan Lenz, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Solingen, an die Solinger: „Es muss keiner mit Krankheitssymptomen zu Hause bleiben.“ In den Arztpraxen sei die Versorgung – auch der chronisch Kranken – sichergestellt. Eine veränderte Form der Einbestellung in die Praxen, die Einrichtung von Akutsprechstunden und Hygieneregeln würden die Ansteckungsgefahr mit dem Erreger Sars-CoV-2 minimieren.

Bei „Rathaus im Dialog“ teilte er die Sorgen der ärztlichen Leiter der drei Solinger Kliniken, dass die Patienten zu spät kommen würden. Dazu berichtete Prof. Dr. Thomas Standl, dass im Städtischen Klinikum seit Montag auf Normalbetrieb umgestellt worden sei. Dabei habe man aber die Abläufe stark verändert, um weiterhin die Ansteckung zu verhindern und Covid-19-Patienten von anderen strikt zu trennen. Das geschehe auch in Bethanien, betonte, Prof. Dr. Winfried Randerath. Er stimmte die Solinger aber auf eine längere Zeit der Pandemie ein. Die werde die Kliniken und Arztpraxen noch zwei Jahre beschäftigen. Vor diesem Hintergrund forderte er die Solinger auf, sich trotz aller kommenden Lockerungen weiter an die Abstands- und Kontaktregeln zu halten, „Die Zahlen werden jetzt wieder steigen“, zeigte er sich von der nächsten Corona-Welle überzeugt.

Davon ging auch Dr. Markus Meibert von der St. Lukas Klinik aus. Tatsächlich sei es zu Beginn so gewesen, dass neben Covid-19-Patienten nur Notfälle den Vorrang hatten. Zugleich sei aber die medizinische Versorgung aller Patienten möglich gewesen. Er sagte auch, die Solinger sollten nicht aus Angst vor einer Ansteckung zu Hause bleiben. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Entzündungen im Bauchraum würden sich sonst nur verschlimmern, warnten die vier Ärzte.

Solinger Ärzte sind auf zweite Corona-Welle vorbereitet

Dr. Anette Heibges, Leiterin des Gesundheitsamtes, erklärte, dass die Fallzahlen in Solingen weiter sinken. Doch alle Ärzte führten dies auf die eingeleiteten Schutzmaßnahmen zurück. Für eine zweite Welle der Pandemie sieht sich das Netzwerk der Solinger Mediziner gerüstet. So hält das Klinikum durch Zusatzausstattung 20 Prozent der Intensivbetten als Vorrat weiterhin bereit.

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