7. Philharmonische Konzert
Symphoniker begeistern mit geändertem Programm
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Weil der ursprüngliche Dirigent erkrankt war, wurde Rachmaninow statt Schostakowitsch gespielt.
Von Sven Karasch
Solingen. Mehr als 250 Zuhörerinnen und Zuhörer waren am Dienstagabend in den großen Konzertsaal des Theaters und Konzerthauses gekommen, um das 7. Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker zu erleben. Es war ein vielfältiges Programm, das die Musikerinnen und Musiker für sie zusammengestellt hatten. Bei der Vorbereitung waren aber auch Flexibilität und Improvisationskunst gefragt. Aufgrund einer Erkrankung des ursprünglichen Konzertleiters und Dirigenten Markus L. Frank sprang Eckehard Stier für ihn ein. Aus diesem Grund spielte das Orchester an diesem Abend auch anstelle eines Werks von Dmitri Schostakowitsch eine Symphonie von Sergej Rachmaninow, der am Dienstag vor genau 80 Jahren starb.
Den Anfang machten die Symphoniker mit der Ouvertüre aus der Oper „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini aus dem Jahr 1829 – ein berühmtes Werk mit bekannten Melodien. Zu denen gehörte auch die Trompetenfanfare im vierten Teil, die den abschließenden Galopp einleitete.
Damit war auch der Weg für den Solisten des Abends geebnet: Romain Leleu spielte die Solo-Trompete in dem Stück „Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur“ des armenischen Komponisten Alexander Arutjunjan (1920–2012). Dabei schaffte er es sowohl, die Trompete harmonisch ins Orchesterspiel zu integrieren als auch die Kraft und die Lautstärke des Instruments für markante Akzente und Soli zu nutzen. Das Publikum belohnte ihn und das Orchester mit einem langen Applaus – auch einzelne Bravo-Rufe waren zu hören. Als Zugabe spielte Leleu auf seiner Trompete mit dem Orchester ein Thema aus dem Filmklassiker „Cinema Paradiso“ aus der Feder von Ennio Morricone.
Ein weiterer Höhepunkt des Konzertes war die „Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27“ von Sergei Rachmaninow. In den vier Sätzen kamen alle Instrumentengruppen – von den Streichen, über die Bläser bis zu den Schlaginstrumenten – zur Geltung. Nach dem Schlussakkord spendierte das Publikum allen Musikerinnen und Musikern noch einmal einen minutenlangen Applaus – teilweise im Stehen und mit vereinzelten Jubelrufen.
Das 8. Philharmonische Konzert findet am 25. April, 19.30 Uhr, statt.