Krimidinner

Tod in der Wupper: Gäste lösen mysteriösen Mordfall auf

Zum Krimidinner „Tod in der Wupper“ im Gemeindesaal der Lutherkirche wurde als erster Gang Kürbissuppe gereicht. Dazu gab es Hinweise auf den am Abend gesuchten Mörder.
+
Zum Krimidinner „Tod in der Wupper“ im Gemeindesaal der Lutherkirche wurde als erster Gang Kürbissuppe gereicht. Dazu gab es Hinweise auf den am Abend gesuchten Mörder.

Der Lutherkirchen-Bauverein hatte erstmalig zu einem Benefiz-Krimidinner eingeladen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Wer von der Belegschaft der Solinger Maschinenbaufirma Sonnenschein hat den Chef, Dr. Kurt-Walter Hogenfeld während des fröhlichen Betriebsfestes brutal erstochen und seine Leiche in die Wupper geworfen? Rund 40 Gäste verfolgten die Auflösung des Krimidinners „Mord an der Wupper“ aus der Feder von Cornelia Herbertz-Müller, das der Lutherkirchen-Bauverein am Samstagabend im Gemeindehaus an der Kölner Straße zelebrierte.

Viele waren verdächtig, Motive gab es reichlich, viel mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen waren, denn durch Zeugenbefragungen und weitere Hintergrund-Informationen war schnell klar, dass der Unternehmer alles andere als ein „sauberer“ Zeitgenosse war. Aber auch die zur Tatzeit anwesenden Gäste im Lokal am Wupperufer waren alles andere als das: Spielsucht, illegale Privatentnahmen aus dem Unternehmenskapital, Affären, zerrüttete Ehe und ehemalige Nebenbuhler, Schulden und Eifersucht ließen bei nahezu jedem als potenziell Tatverdächtigem genauer hinschauen.

Tätersuche war ein Mix aus Denksport und Menüfolge

Die Auflösung gab es am Schluss, zu Mousse au Chocolat und Roter Grütze. Davor waren an den sechs stilvoll gedeckten Tischen zu Kürbissuppe und Krustenbraten oder Tafelspitz und Beilagen die Ermittlungsdrähte nahezu heiß gelaufen. Eifrig kombinierten die jeweils sieben „Dinner-Kommissare und Kommissarinnen“, die zugleich in je eine der vorgegebenen Figuren der Geschichte geschlüpft waren, anhand von Fragen, Antworten und schriftlich ausgeteilten Informationen Gehörtes und kamen somit dem Täter in kleinen, aber nachdrücklichen Schritten auf die Spur.

Längst nicht alle Gäste gehörten zum Gemeindesprengel, sondern hatten sich aus anderen Stadtteilen wie zum Beispiel Gräfrath und Ohligs aufgemacht.

Cornelia Herbertz-Müller fungiere nicht nur als Autorin, sondern moderierte mit Charme durch den kulinarischen Denksportabend, der sichtlich allen Beteiligten von Gang zu Gang immer mehr Spaß machte. Sie habe die Story vor vielen Jahren für das Solinger Lokal Wupperhof geschrieben und weiter fortentwickelt, erzählte die Autorin der Glashauskrimis.

Hansjörg Schweikhart als Vorsitzender Lutherkirchen-Bauvereins freute sich sichtlich über die gute Resonanz auf das neue Format des Krimidinners als Einnahmequelle für den Erhalt der Lutherkirche.


Trödelmarkt: Nächster Termin des Lutherkirchen-Bauvereins ist am Wochenende 5. und 6. November. Samstags von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr werden im Gemeindehaus an der Kölner Straße gebrauchte und gut erhaltene Advents- und Weihnachtsdekorationsartikel bei einem Basar vertrödelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Modehaus Schlemper in Ohligs schließt
Modehaus Schlemper in Ohligs schließt
Modehaus Schlemper in Ohligs schließt
Der Weyersberg birgt Brisanz
Der Weyersberg birgt Brisanz
Der Weyersberg birgt Brisanz
Pro Jahr entstehen in Solingen 400 Wohnungen
Pro Jahr entstehen in Solingen 400 Wohnungen
Pro Jahr entstehen in Solingen 400 Wohnungen
Fiebersäfte und andere Arzneimittel sind Mangelware
Fiebersäfte und andere Arzneimittel sind Mangelware
Fiebersäfte und andere Arzneimittel sind Mangelware

Kommentare