Bildung

Studienberatung auf dem Pausenhof

Laura Capoti (v. l.), Celina Pacht und Alicia V. Antonio ließen sich in einem Pavillon auf dem Schulhof der ACG von Anastasia Makarenko zum CBS-Angebot beraten. Foto: Michael Schütz
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Laura Capoti (v. l.), Celina Pacht und Alicia V. Antonio ließen sich in einem Pavillon auf dem Schulhof der ACG von Anastasia Makarenko zum CBS-Angebot beraten.

CBS präsentiert ihr Angebot an der Alexander-Coppel-Gesamtschule

Von Manuel Böhnke

Solingen. Wie geht es nach der Schule weiter? Mit dieser Frage sehen sich Abschlussklässler jedes Jahr konfrontiert. Eine passende Antwort zu finden, fällt ihnen immer schwerer. Das ist zumindest der Eindruck von Andreas Tempel. „Bereits vor Corona wussten viele nicht, welchen Weg sie einschlagen wollen“, berichtet der Leiter der Alexander-Coppel-Gesamtschule (ACG). Die Pandemie habe die Situation verschärft, konnten doch viele Angebote zur Berufsorientierung nicht in gewohnter Form stattfinden. Das ist nicht nur an den Schulen spürbar. Auch Ausbildungsbetriebe und Hochschulen müssen neue Möglichkeiten finden, mit den Abschlussjahrgängen ins Gespräch zu kommen.

„Wir müssen dorthin, wo die jungen Menschen sind.“

Prof. Tanju Aygün, Leiter des Ohligser CBS-Standorts

„Wir müssen dorthin, wo die jungen Menschen sind“, betont Prof. Tanju Aygün. Er leitet den Ohligser Standort der CBS International Business School. Die private Fachhochschule nimmt die Herausforderung an: Gestern fand auf dem ACG-Schulhof eine „Drive-in-Studienberatung“ statt. In ihrem gewohnten schulischen Umfeld konnten sich die angehenden Abiturienten über die CBS-Angebote am Standort Solingen informieren.

Wie knapp 50 andere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen Q 1 und Q 2 nutzten Alicia V. Antonio, Laura Capoti und Celina Pacht die Chance. „Wir finden sehr gut, dass es diese Möglichkeit gibt. Ansonsten wären wir wahrscheinlich nicht auf das Angebot gestoßen“, sagen sie einhellig. Zwar habe auch in den vergangenen Monaten Berufsorientierung stattgefunden. Dabei seien jedoch nicht in allen Fällen ihre Interessen angesprochen worden.

Die 18-jährigen Q 1-Schülerinnen können sich gut vorstellen, einen Management-Studiengang zu belegen. Dass dies in Solingen möglich ist, freut das Trio: „Dann müssen wir nicht pendeln und können bei unseren Familien und Freunden bleiben.“

Im Herbst 2021 ist die CBS, seinerzeit noch als Europäische Fachhochschule, in Solingen an den Start gegangen. Aktuell besuchen 27 Studierende Vorlesungen in Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen bei Ebbtron an der Dunkelnberger Straße. Die Anzahl „mindestens“ zu verdoppeln“, gibt Tanju Aygün als Ziel aus.

Um diese Vorgabe zu erreichen, geht die CBS unterschiedliche Wege, berichtet Patrizia Wagner, Koordinatorin für Schul- und Internatskooperationen. Viel Kontakt zu Schulabgängern habe in den zurückliegenden 24 Monaten digital stattgefunden. Einige Formate seien auch auf diesem Weg erfolgreich gewesen, andere wiederum nicht. „Zwischendurch war eine digitale Müdigkeit zu erkennen“, erklärt Wagner.

Tanju Aygün bestätigt: „Berufsorientierung braucht persönliche Gespräche. Es geht immerhin um eine der wichtigsten Entscheidungen des Lebens.“ Häufig müsse man, fügt Wagner an, den jungen Menschen die Angst vor diesem großen Schritt nehmen. Bewährt sich das gestern erstmals getestete Konzept, möchte die CBS mit ihrem Beratungspavillon auch andere Solinger Schulen besuchen.

Andreas Tempel bekräftigt die Bedeutung „niedrigschwelliger Angebote“ in der Berufsorientierung. In diese Kategorie falle die Beratung auf dem Schulhof, ist das Mitglied des CBS-Hochschulbeirats überzeugt. Es gebe immer mehr Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. „Deswegen ist Berufsorientierung so wichtig.“

CBS International Business School

Bislang ist die CBS International Business School mit den Bachelor-Studiengängen Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen in Solingen vertreten. Im kommenden Wintersemester folgen der Bachelor-Studiengang General Management sowie die Master-Angebote Business Development Management und Digitales Projektmanagement. Die Studierenden fühlen sich in der Klingenstadt wohl, bestätigt Standortleiter Prof. Tanju Aygün. Einziges Manko: Der Stadt fehlen Angebote, um abends das Studentenleben zu feiern.

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