Wupper

Strohner Brücke: Baustart ist nicht in Sicht

Abgerissen ist die Strohner Brücke bereits. Die Bauarbeiten für den Neubau sollten im Herbst starten, doch die Ausschreibung dafür ist noch nicht erfolgt. Foto: Michael Schütz
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Abgerissen ist die Strohner Brücke bereits. Die Bauarbeiten für den Neubau sollten im Herbst starten, doch die Ausschreibung dafür ist noch nicht erfolgt.

Ausschreibung für Fachfirma verzögert sich weiter.

Von Philipp Müller

Solingen. Eigentlich sollte mit dem jetzt fallenden Laub an der Wupper in Strohn auch die Ungewissheit weichen, wann dort am Tierheim wieder Menschen über eine Brücke laufen können. So hatte es die Verwaltung als Bauherr angekündigt.

Doch der Baubeginn der Strohner Brücke ist weiterhin ungewiss. Denn die notwendige Ausschreibung für den Neubau ist noch nicht erfolgt, wie das Rathaus auf ST-Nachfrage bestätigt.

Nachdem rund 220 000 Euro teuren Abriss müssen Wanderer, Radfahrer und Reiter auf die neue, etwa 650 000 Euro teure Brücke, warten. Warten müssen auch alle Bürger und die Vertreter des Verschönerungsvereins Solingen, die nach einem Spendenaufruf durch das Solinger Tageblatt den städtischen Anteil für den Neubau selbst aufgestockt hatten. 97 555 Euro übergab die Geschäftsführung des Verlags B. Boll dazu bereits im Juni 2018 aus der Spendenaktion an das Rathaus. „Das ist ein mustergültiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement“, lobte damals Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). Und fuhr mit den Worten fort: „Es zeigt, was sich gemeinsam bewegen lässt, wenn wir in der Stadtgesellschaft nicht darauf warten, dass irgendjemand anderer etwas unternimmt.“

Schon für den Oktober 2018 war angekündigt worden, dass die europaweite Ausschreibung erfolgen könne. Doch eine Verzögerung jagte die andere. Nicht an allem war die Stadt schuldig. Der Abriss gestaltet sich wegen einer Druckwasserleitung neben der Brücke komplizierter, als es auf den ersten Blick erschien.

Noch im Sommer hatten sich Wulf Riedel, Abteilungsleiter bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS), und Detlef Diekel, der Sachgebietsleiter für Brücken bei der Stadt Solingen, zuversichtlich gezeigt, dass nach dem damals kurz vor dem Start stehenden Abriss die Ausschreibung für den Neubau der Brücke veröffentlicht werde.

Doch das ist selbst Mitte Oktober nicht mehr einzuhalten, wie Stadtsprecherin Sabine Rische einräumt: „Die Ausschreibung ist grundsätzlich fertig. Sie muss jetzt aber noch einmal mit dem Fördergeber abgeglichen werden und letzte Fragen müssen geklärt werden. Dann kann sie raus. Corona macht es aber nicht einfacher.“ Fördergeber ist das Land NRW, dass bereits 2018 die Summe von 377 200 Euro zugesagt hatte. Der Stadt selbst ist die Brücke 285 000 Euro wert – darin ist der Spendenanteil der Solinger Bürger eingerechnet.

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