Zertifizierung

Stillfreundliche Kommune: Solingen erfüllt alle Kriterien

Dorothee Eisenhardt, Kreisvorsitzende Landesverband Hebammen NRW überreicht OB Tim Kurzbach das Zertifikat. Foto: Christian Beier
+
Dorothee Eisenhardt, Kreisvorsitzende Landesverband Hebammen NRW überreicht OB Tim Kurzbach das Zertifikat.

Stadt erhält Zertifizierung vom Landesverband Hebammen NRW.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Solingen ist eine stillfreundliche Stadt. Das bestätigte Dorothee Eisenhardt, Kreisvorsitzende des Landesverbandes Hebammen NRW, am Donnerstag. Passend zur Weltstillwoche in der kommenden Woche übergab sie Oberbürgermeister Tim Kurzbach das Zertifikat „Stillfreundliche Kommune“. „Wir haben bestimmte Kriterien aufgestellt - angefangen bei kleinen Dingen wie die Kennzeichnung eines Stillraumes bis hin zu einem Stilsessel– die eine Stadt erfüllen muss, um als stillfreundlich und damit auch familienfreundlich zu gelten. Und in Solingen ist das sehr gut umgesetzt worden“, erklärt Dorothee Eisenhardt.

„Manche Frauen möchten nicht öffentlich stillen, sondern brauchen Diskretion.“
Dorothee Eisenhardt, Kreisvorsitzende Hebammenverband NRW

Bisher gibt es in der Klingenstadt zwei Stillräume, jeweils einen in den beiden Rathäusern am Walter-Scheel-Platz (Erdgeschoss Raum 0.095) und an der Bonnerstraße (Erdgeschoss Raum 00), die für jeden zugänglich sind. Dort stehen ein gemütlicher Stillsessel, ein Tisch mit zwei Stühlen, eine Wickelkommode, Wasser und Desinfektionsmittel zur Verfügung. So wurde vor allem für die stillenden Mütter eine gemütliche Atmosphäre geschaffen, aber auch Geschwisterkinder können sich mit im Raum aufhalten.

„Manche Frauen möchten nicht in der Öffentlichkeit stillen, sondern brauchen Diskretion. Und dieses Angebot bedeutet Freiheit für Frauen“, betont die Kreisvorsitzende des Hebammenverbandes, die selbst dreifache Mutter ist. Wichtig sei dabei auch, dass die Orte zentral liegen und barrierefrei zu erreichen sind. Zudem ist die Nutzung eines Stillraumes kostenlos. „Eltern könnten auch in ein Café gehen, aber da muss etwas bestellt werden, und das kann sich nicht jeder leisten“, so Eisenhardt.

„Bei mir traf das Thema auf starke Motivation, weil ich selbst Vater bin und oft am eigenen Leib erfahren habe, dass es für Frauen keine Möglichkeit gibt, in der Öffentlichkeit an einem geschützten Ort zu stillen“, erklärt Tim Kurzbach die Idee dahinter. Sein Ziel ist es, in allen öffentlichen Gebäuden einen ebenfalls öffentlich zugänglichen Stillraum einzurichten. Auch in den Neubauten der Sparkassen etwa in Mitte soll ein solcher Raum entstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Corona-Zahlen steigen durch Reiserückkehrer
Corona-Zahlen steigen durch Reiserückkehrer
Corona-Zahlen steigen durch Reiserückkehrer
Corona: Solingen weiter mit landesweit höchsten Wert - Impfaktion wird wiederholt
Corona: Solingen weiter mit landesweit höchsten Wert - Impfaktion wird wiederholt
Corona: Solingen weiter mit landesweit höchsten Wert - Impfaktion wird wiederholt
Solinger dreht mit Schauspieler Heiner Lauterbach
Solinger dreht mit Schauspieler Heiner Lauterbach
Solinger dreht mit Schauspieler Heiner Lauterbach

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare