Hasseldelle

Stilles Gedenken an die Opfer – Wahlkampf ruht

Vertreter aller Ratsfraktionen versammelten sich um 19.30 Uhr am Hauseingang zum stillen Gedenken an die Opfer.
+
Vertreter aller Ratsfraktionen versammelten sich um 19.30 Uhr am Hauseingang zum stillen Gedenken an die Opfer.

Hans-Peter Harbecke vom Verein „Wir in der Hasseldelle“ möchte für die Bewohner da sein

Von Simone Theyßen-Speich und Björn Boch

Solingen. „Wir sind bestürzt und wir sind absolut fassungslos“ – so fasste Hans-Peter Harbecke seine eigenen Gefühle und die ersten Gespräche mit Menschen in der Hasseldelle am Donnerstagabend zusammen. Seit 25 Jahren ist Harbecke im Verein „Wir in der Hasseldelle“ engagiert, seit 18 Jahren der Vorsitzende.

„Diese Familientragödie ist für uns alle unvorstellbar. Wir kannten die betroffene Familie zwar nicht persönlich. Die Mutter und die Kinder wurden auch nicht durch unseren Verein betreut“, so Harbecke, der sich mit „Wir in der Hasseldelle“ um das Wohngebiet und die Menschen im Quartier kümmert.

Am Donnerstag, kurz nach Bekanntwerden der Tragödie, hatte er sich mit dem Bezirksbürgermeister aus Mitte, Richard Schmidt (SPD), und der Quartiersmanagerin Marina Lehnen spontan im Restaurant Hasseldelle in der Siedlung getroffen. „Wir hatten einfach das Bedürfnis, vor Ort und für die Menschen da zu sein. Es geht jetzt nicht darum, etwas zu den Geschehnissen zu sagen oder sich gar an Gerüchten zu beteiligen, sondern ein offenes Ohr für die Menschen hier zu haben, die einfach reden möchten“, so Hans-Peter Harbecke.

Einigung: Wahlkampf wird am Freitag und Samstag in Solingen ausgesetzt

Ihm ist wichtig, dass bei der furchtbaren Tat die Tragödie der Familie im Mittelpunkt steht – und nicht der Ort. „So etwas passiert leider immer wieder und kann überall geschehen. Da führt es auch nicht weiter, wenn man mit ,wieder in der Hasseldelle‘ reagiert“, so Harbecke. „Unsere Gedanken sind jetzt in erster Linie bei der Familie und den Angehörigen.“

Bereits am Abend trafen sich auf Einladung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach Vertreter aller Ratsfraktionen, die Bürgermeister der Stadt, Dezernenten und OB-Kandidaten vor dem Haus an der Hasselstraße. Kurzbach und seine Frau legten Blumen nieder. Nach einigen Minuten des stillen Gedenkens bedankte er sich bei den Politikern für ihr Kommen. Man müsse nun die Ermittlungen abwarten. „Mehr können wir heute wirklich nicht tun.“

Am Rande des Gedenkens einigten sich die Vertreter „der demokratischen Parteien“ (Josef Neumann, SPD) darauf, den Wahlkampf aufgrund der tragischen Ereignisse am Freitag und am Samstag ruhen zu lassen.

Am Freitag möchten sich Vertreter des Vereins und des Quartiermanagements treffen und gemeinsam überlegen, wie man in der Hasseldelle der Opfer gedenken kann. „Ob wir Kerzen anzünden oder Blumen niederlegen – wichtig ist, dass wir die Menschen hier, die alle unter Schock stehen, in dieser Situation nicht alleine lassen“, so Harbecke.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: Landesweit höchster Wert - 7-Tage-Inzidenz steigt auf über 60 - Impfmobil kommt nach Ohligs
Corona: Landesweit höchster Wert - 7-Tage-Inzidenz steigt auf über 60 - Impfmobil kommt nach Ohligs
Corona: Landesweit höchster Wert - 7-Tage-Inzidenz steigt auf über 60 - Impfmobil kommt nach Ohligs
Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Polizei rollt 30 ungeklärte Morde auf
Polizei rollt 30 ungeklärte Morde auf
Polizei rollt 30 ungeklärte Morde auf
Die Brauereien sind ins Bergische zurückgekehrt
Die Brauereien sind ins Bergische zurückgekehrt
Die Brauereien sind ins Bergische zurückgekehrt

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare