Steuerberater: Firmen müssen die Zeit nach Corona jetzt planen

Markus Klein betreibt Büros in Solingen und Aue. Foto: HKPG
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Markus Klein betreibt Büros in Solingen und Aue. Foto: HKPG

Markus Klein vertritt Mandanten in Solingen und der Partnerstadt Aue.

Von Philipp Müller

Der Steuerberater und Wirtschaftsberater Markus Klein pendelt jede Woche zwischen Solingen und Aue. Denn in Solingens Partnerstadt betreibt er ebenfalls eine Kanzlei. Die Probleme sind überall gleich: Die von ihm vertretenen Firmen leiden unter Umsatzeinbrüchen, zu Teil bis zum kompletten Betriebsstillstand.

Bund und Länder haben ein Füllhorn an Hilfsprogrammen aufgelegt. Bei deren Vermittlung sind Banken und Sparkassen die Partner. Denn Kredite gibt es über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW. Jetzt kommen Klein und seine Kollegen ins Spiel. Denn die Kredite gibt es nicht für ein freundliches Lächeln oder ein besonders trauriges Gesicht. Andreas Otto, der Vorstand der Volksbank im Bergischen Land, und Solingens Sparkassenchef Stefan Grunwald hatten auf ST-Nachfrage erklärt, die Kreditwürdigkeit der Firmen dürfe man auch in der Corona-Krise nicht einfach außen vorlassen.

Klein und seine Mandanten kennen das. Daher müssten sich die Unternehmen für die Gespräche zur Aufnahme von Krediten fitmachen. Stehe die Firma im Kreditrating ganz oben, reichten oft belastbare Zahlen aus 2019 aus. Doch je schwächer die Firma dastehe, je eher werde der Jahresabschluss für 2019 verlangt.

Doch es gehe um mehr. Zur Strategie der Unternehmen rät der Wirtschaftsprüfer jetzt, den Liquiditätsbedarf, die notwendigen flüssigen Geldmittel, für die kommenden vier Monate aufzulisten. Zugleich müsse man schauen, wie hoch die Kosten für die Anschubfinanzierung seien, wenn der Betrieb nach Corona wieder auf Volllast gefahren werde. Schließlich gelte es auch einen Blick darauf zu werfen, wie die Kredite zurückgezahlt werden sollen. Da helfe das jüngste Programm des Bundes. Die ersten beiden Jahre sind dort tilgungsfrei, der Bund haftet zu 100 Prozent.

Sei in Solingen vor allem der Bereich der Automobilzulieferer betroffen, treffe es im Erzgebirge besonders den Tourismus. Trotzdem glaubt Klein daran, dass in beiden Regionen viele Firmen überleben. Es gebe jeweils viele gesunde Nischen-Spezialisten.

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