Bereits traditionelles Solinger Brauchtum

Zöppkesmarkt: Zum 50. Mal steht die Innenstadt Kopf

Das Riesenrad prägte das Bild des Neumarktes. Von hier aus gab es einen herrlichen Blick über den Markt und die Klingenstadt.
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Das Riesenrad prägte das Bild des Neumarktes. Von hier aus gab es einen herrlichen Blick über den Markt und die Klingenstadt.

Drei Tage lang war Solingen fest in der Hand des Zöppkesmarktes – in diesem Jahr mit viel Musik und Unterhaltung.

Von Karl-Rainer Broch 

Auch der Wettergott gehörte am Wochenende zu den Gratulanten des 50. Zöppkesmarktes und verzichtete zu diesem runden Geburtstag auf den Regen des Vorjahres.

Die frisch gekürte Miss Zöpfchen Lara Armbrüster verteilte am Tageblatt-Stand in den Clemens-Galerien Autogramme an junge Fans.

Das ST war damals Geburtshelfer des Marktes. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen tummelten sich tausende Besucher aus der Klingenstadt und Umgebung in der City und kosteten das unvergleichliche Flair dieses speziellen Trödelmarktes aus. Der Verein zur Förderung des traditionellen Solinger Brauchtums als Veranstalter hatte eine noch schönere Mischung der Stände zustande gebracht als in den Vorjahren.

Die Besucher belohnten das, schauten sich nicht nur den Trödel an, sondern kauften auch, wenn sie sich nicht gerade an den vielen Imbiss- und Getränkeständen verpflegten. Auf den Bühnen vor den Clemens-Galerien, auf dem Alten Markt und auf dem Neumarkt traten ebenso Musikgruppen und Sänger auf wie auch an etlichen Ständen.

Bei „Selten Selters“ drängte man sich am Samstagabend beim Auftritt der „Pirates of Love“, der CVJM hatte am Entenpfuhl viele Liedermacher aufgeboten, und bei „de Rompels“ hatte Werner Schott die Schlagerkiste ausgepackt.

Am Stand von „Selten Selters“, Urgesteine unter den Zöppkesmarkt-Spaßgruppen, wurde der Märchenprinz gesucht.

Das Rudelsingen mit dem Münsteraner Team Weyland in den Clemens-Galerien animierte viele hundert Hobby-Sänger dazu, in die Lieder für jeden Musikgeschmack der vergangenen 50 Jahre einzustimmen. Gestern setzte sich das Musikprogramm mit Sonntagskonzert und Rockmusik fort.

Während sich das Riesenrad auf dem Neumarkt unablässig drehte und von oben einen Blick über Solingen hinaus ins Bergische Land und die Rheinebene erlaubte, gab es immer wieder Ansammlungen bei den Spaßgruppen, die sich für die „Dröppelmina“ der Stadt-Sparkasse bewarben und für ihre Motto-Sketche viel Beifall erhielten.

Mia verkaufte auf dem Kindertrödel ihre ausrangierten Spielsachen.

Da drängte sich ein römischer Wagenlenker (TG Burg) durch die Menschenmenge, die „Fleckenlecker“ hatten eine Jubiläums-Gala inszeniert und „Selten Selters“ zogen mit einer Travestie-Show auf der Suche nach dem „Märchenprinzen“ nicht nur Märchen durch den Kakao, sondern auch diverse Fernsehsendungen.

Bei vielen Gruppen stand der gute Zweck im Vordergrund

Bei den „Aul Baseloemkern“ hatte Philipp Zangerl ein „zweites Riesenrad“ installiert, auf dem sich mutige Leute drehen lassen konnten. Hier wurde für das Kinderhaus Hossenhaus gesammelt. Auch an vielen anderen Ständen, wie bei den „Bollerwagenfreunden“, die sich für das Kinderhospiz Burgholz engagieren, stand der gute Zweck im Vordergrund. Der Lions Club hatte von Reibekuchen auf bergische Tapas umgestellt, bei den Kiwanis gab es wieder die Kombination von Flammkuchen und Cidre. Kinder verkauften wieder rund um die Stadtkirche ihren Trödel.

Lesen Sie auch: Zöppkesmarkt das Markt-Geflüster

Das Thema „50. Zöppkesmarkt“ wurde vielfach aufgegriffen. Gudrun Ramseger und Tochter Anja waren die ganzen 49 Jahre mit von der Partie: „Der damalige Organisator Karl-Ernst Evertz fragte uns, ob wir Solinger Stahlwaren anbieten wollten. Seitdem sind wir dabei.“ 2018 hat sich das Sortiment geändert, neben Stahlwaren konzentrieren sich die zwei Frauen jetzt auf Bücher: „Bücher sind noch gefragt, wir haben vier Tonnen an Material herangeschleppt.“

Standpunkt von Simone Theyßen-Speich

Von den Spaßgruppen hat der CVJM – am Anfang immer mit „Dr. Zöpp“ – mit Ausnahme von einem Mal immer am Trödelmarkt teilgenommen. Nicht zu vergessen der Miss-Zöpfchen-Wettbewerb des Solinger Tageblatts. Die am Freitag gekürte Lara Armbrüster genoss das Bad in der Menge: „Alle haben mich an der Schärpe erkannt. Am schönsten war, als ich mich mit 15 anderen ehemaligen Miss Zöpfchen für ein Foto zusammenstellen konnte.“ 

50. Zöppkesmarkt lockt die Massen

 © Christian Beier
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STATISTIK

TEILNEHMER 210 Stände wurden aufgebaut, davon 20 Prozent von Profi-Trödlern, über 30 Prozent war privater Trödel, der Rest in einer Grauzone dazwischen. 50 Prozent der Teilnehmer kamen aus Solingen.

KINDER Am erfolgreichsten war der Kinder-Trödel mit knapp 300 Plätzen.

VERPFLEGUNG 15 Stände für Getränke, 25 für Speisen waren über den Markt verteilt.

50. Zöppkesmarkt eröffnet

 © Christian Beier
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Einsatzkräfte ziehen positive Bilanz

Eine durchweg positive Bilanz des Zöppkesmarkt-Wochenendes zogen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. „Es war insgesamt sehr ruhig und unauffällig“, so das erste Fazit der Polizei am Sonntagabend. Die Beamten mussten nicht einmal das Abschleppen von Falschparkern in die Wege leiten. 

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Lediglich die Stadt musste einige wenige Male einen Abschleppdienst beauftragen, um falsch geparkte Autos, die wichtige Zufahrten versperrten, entfernen zu lassen. Auch Feuerwehr und Rettungsdienst hatten auf dem Zöppkesmarkt keine größeren Einsätze. sith

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