Ferien(s)pass

Ein Staffellauf für die Umwelt

Die Verbraucherzentrale mit (v.l.) Laura Leuders und Julia Ogiermann ist das erste Mal mit Angeboten dabei. Foto: Michael Schütz
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Die Verbraucherzentrale mit (v.l.) Laura Leuders und Julia Ogiermann ist das erste Mal mit Angeboten dabei.

Mülltrennung macht Freude.

Von Celine Derikartz

Zuerst Warnweste und Handschuhe anziehen und einen Müllartikel aussuchen, dann geht es auf den Hindernis-Parcours. Auf einem Kehrblech wird der ausgewählte Gegenstand über Seile, Pylonen und eine Bank hinweg balanciert. Ist das geschafft, muss zu guter Letzt noch die richtige Mülltonne ausgewählt werden. Vier Stück in verschiedenen Farben stehen zur Auswahl, doch nur eine ist richtig: Biomüll, Restmüll, Verpackung oder Papier. Anschließend schnell zurück zum Start und das nächste Kind darf sich auf den Weg machen. Ist der Müll verteilt, wirft Julia Ogiermann von der Verbraucherzentrale Solingen gemeinsam mit den Kindern einen Blick in die gefüllten Tonnen. „Mal sehen, ob ihr richtig getrennt habt.“ So funktioniert die Müllstaffel beim Ferien(s)pass.

Die Verbraucherzentrale ist in diesem Jahr erstmalig bei der Aktion mit einem Stand auf dem Gelände der Kinderoase in Gräfrath vertreten. „Das ist eine schöne Gelegenheit,“ freut sich Ogiermann. Der persönliche Kontakt mit den Menschen sei schließlich der wichtigste Teil ihrer Arbeit als Umweltberaterin. Gerade der sei durch Corona aber leider zu kurz gekommen. Ihr Projekt „Bitte kein Plastik-Meer“ ist das erste, das seit dem Lockdown wieder stattfindet. Normalerweise besucht sie Schulen und Kindergärten und informiert über die Möglichkeiten der Plastikvermeidung im Alltag. Dabei stellt sie fest, wie wichtig dieses Thema auch den Kleinsten ist: „Die Kinder sind in der Regel sehr offen und interessiert. Viele sind auch schon recht gut informiert und wissen, was schädlich für die Umwelt ist.“ Dieses Bewusstsein soll noch geschärft werden, denn „Erwachsene tun sich schwerer, Angewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern oder tun dies oft aus Bequemlichkeit nicht“.

Ist der Parcours absolviert und der Müll getrennt, haben die Kinder die Möglichkeit, direkt selbst etwas für die Umwelt zu tun. Sie gestalten ihre eigenen Stoffbeutel, die sie anschließend mit nach Hause nehmen dürfen.

Einziger Wermutstropfen: Die Kinder dürfen sich auf dem Gelände nicht frei bewegen, sondern nur in Gruppen – und begleitet von ihren Betreuern. Durch Corona ist zwar alles anders, der guten Stimmung und dem Spaß tat das allerdings keinen Abbruch. Julia Ogiermann und ihr Team freuen sich daher schon auf nächsten Mittwoch. Dann geht die Müll-Staffel in eine neue Runde.

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