Digitalstrategie

Städtische Kitas sind komplett am Glasfasernetz

Hurra, Hurra, die Kita surft: Patricia Langhammer (v. l.), Tobias Ziemann, Mareen Rülle-Rüttler, Andreas Freund, Stefan Stiel, Tim Kurzbach und Dagmar Becker informierten.
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Hurra, Hurra, die Kita surft: Patricia Langhammer (v. l.), Tobias Ziemann, Mareen Rülle-Rüttler, Andreas Freund, Stefan Stiel, Tim Kurzbach und Dagmar Becker informierten.

Feuerwachen, Jugendhäuser und weitere: Für 1,1 Millionen Euro erhalten 35 Gebäude schnelles Internet.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Die Stadt schließt einen Baustein ihrer Digitalstrategie ab: Alle 18 städtischen Kindertagesstätten sind am schnellen Internet angeschlossen. Das städtische Glasfasernetz, das die Technischen Betriebe (TBS) mit ihrer Marke Solicom ausbauen, werde damit dichter und dichter, heißt es aus dem Rathaus. Bis Jahresende folgen die restlichen Gebäude des Digitalisierungsprojekts: Dann sind 35 Einrichtungen wie Kitas, Freiwillige Feuerwehr, Kinder- und Jugendhäuser oder große Flüchtlingsunterkünfte mit Glasfaser versorgt. Überall ist zudem das städtische Wlan verfügbar. Die Errichtungskosten für diesen Projektteil belaufen sich auf 1,1 Million Euro.

Patricia Langhammer bewertet diese Nachricht äußerst positiv. Sie erkennt durch das schnelle Netz eine erhebliche Erleichterung für den Kita-Alltag. Es würden nun Kapazitäten frei für Förderung und Arbeit mit den Kindern, erklärt die Leiterin der Kita Croenchen: „Das ist eine Zeitersparnis, die den Kindern zugutekommt.“

Ihr Hauptfokus aber ist ein anderer: die frühkindliche Bildung sowie die digitale Bildung aller Kita-Kinder. Darauf verweist auch die Stadtspitze. Dass sowohl Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) als auch Stadtdirektorin Dagmar Becker (Grüne) zur Cronenberger Straße gekommen waren, um das Erreichen eines Etappenziels zu feiern, untermauert: Die Stadt ist sehr stolz auf ihre Bemühungen rund um Smart City. Dass in diesem Konzept der Glasfaseranschluss insbesondere auch für Kitas eine hohe Priorität gehabt habe, unterstrichen und begründeten beide Vertreter aus dem Rathaus inhaltlich identisch. Tenor: Kinder wachsen fundamental in einer anderen Welt auf als vorherige Generationen. Daher sei es so wichtig, ab dem Kita-Eintritt digitale Bildung betreuten und zeitlich begrenzten Rahmen anzubieten.

Motto: Heute kommen schon Kleinkinder in Berührung mit Bildschirmen – dann lieber einen gesunden Umgang schulen. Flankiert werden müsse das aber durch das Elternhaus, betonen die Experten des Stadtdienstes Jugend, Mareen Rülle-Rüttler und Stefan Stiel.

Tobias Ziemann (TBS) und Projektleiter Andreas Freund berichteten, dass die Kitas ebenso stark ausgestattet worden seien wie zuvor die Schulen: mit 1-Gigabit-Anschlüssen. Glasfaser sei die zukunftsträchtigste Technologie und Kommunikationsgrundlage der Zukunft. Besonderes Augenmerk gelte der Datensicherheit. Im Aufbau befinde sich zudem eine App für die städtischen Kindergärten – unter anderem zur direkten Kommunikation mit Eltern.

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Standpunkt von Anja Kriskofski: Was Eltern sorgt

anja.kriskofski@solinger-tageblatt.de

Für die Kindertagesstätten ist es eine gute Nachricht. Die 18 städtischen Kitas sind jetzt auch ans schnelle Glasfasernetz angeschlossen. Die Erzieherinnen könnten nun Büroarbeiten schneller erledigen und Kinder außerdem besser digital fördern, heißt es. Keine Frage, die Vorbereitung auf die digitale Welt ist wichtig. Auch wenn sich darüber streiten lässt, ob das schon in der Kita sein muss.

Viele Eltern mit kleinen Kindern plagen dennoch andere Sorgen als der richtige Umgang mit iPads und der Einsatz von Lern-Apps. Sie wollen wissen, ob sie für ihre Sprösslinge einen Kindergartenplatz bekommen. Und wenn sie einen ergattern, ob die Betreuungszeiten auch tatsächlich eingehalten werden oder wegen Personalmangels eingeschränkt werden müssen.

Die vordringlichste Aufgabe im Kita-Bereich ist deshalb neben dem Ausbau von Plätzen die Ausbildung von qualifiziertem Personal. Denn wenn es nicht genügend Erzieherinnen gibt, die Kinder in ihrer Entwicklung fördern, braucht man über digitale Bildung in der Kita nicht nachzudenken.

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