Es wird teurer

Städtische Friedhofsgebühren steigen im kommenden Jahr leicht

Im November wird vielerorts der Verstorbenen gedacht.
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Bestattungen werden teurer.

Rund 2000 Menschen sterben jedes Jahr in der Klingenstadt. Eine Bestattung ist nicht billig.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die städtischen Friedhofsgebühren steigen – jedoch nur leicht. So kostet eine Sargreihengrabstätte mit 30 Jahren Ruherecht auf dem Gräfrather Parkfriedhof zukünftig 945 Euro – sechs mehr als bislang. Auch in anderen Bereichen liegt das Plus bei unter ein Prozent. Die Bestattungsleistungen kosten ab 2023 für ein Urnengrab 464 (2022: 461), für ein Normalgrab 897 Euro (2022: 892). Am Dienstag haben die Mitglieder des Zentralen Betriebsausschusses der neuen Satzung zugestimmt.

Rund 2000 Sterbefälle gibt es pro Jahr in Solingen. Etwa ein Drittel der Toten findet Andreas Brühne zufolge auf den städtischen Friedhöfen in Ohligs, Gräfrath und Unterburg seine letzte Ruhe. Der Sachgebietsleiter erläuterte, wie die Technischen Betriebe auf veränderte Anforderungen bei Bestattungen reagieren.

Zahl der Bestattungen nimmt bis 2049 wohl zu

Dabei geht es zum einen um die Zahl der Beisetzungen. Die werde bis 2049 steigen. Er bezog sich auf eine Berechnung des Statistischen Landesamtes. Dementsprechend sei die Erkenntnis gereift, dass der Anteil von Bestattungsflächen auf dem Gräfrather Parkfriedhof an der Wuppertaler Straße auf drei Viertel steigen müsse.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen muslimische Bestattungen. 2019 lag die Zahl in Solingen bei 21, im laufenden Jahr bei 57. Das Problem: Die Kapazität an Abschnitten mit „unberührter Erde“, auf denen noch keine Bestattungen stattgefunden haben, sind in Gräfrath endlich, am Hermann-Löns-Weg erschöpft. Deshalb habe es Gespräche mit Muslimen und dem Stadtdienst Integration gegeben – unter bestimmten Voraussetzungen seien die Bestattungen in bestehenden Grabfeldern denkbar.

In Unterburg und Ohligs gehe der Trend zu Baumbestattungen. Auf dem Waldfriedhof werde inzwischen mehr als die Hälfte der Toten auf diese Art beigesetzt. Die Verantwortlichen reagieren: Am Hermann-Löns-Weg werden unter anderem die infrage kommenden Zonen ausgeweitet, in Burg der Begräbniswald erweitert. Zudem kündigte Brühne an, dass dort 2023 ein Kolumbarium errichtet werde.

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