Ortstermin

Städte suchen nach Langzeitlösung und kurzfristigen Alltagsregelungen für Höhrath

Höhrath liegt an der Stadtgrenze zu Wermelskirchen. Archivfoto: cb
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Höhrath liegt an der Stadtgrenze zu Wermelskirchen.

Nach einem Ortstermin wollen sich die Städte enger abstimmen.

Von Theresa Demski

Solingen/ Wermelskirchen. Bei einem Telefonat sprachen die Wermelskirchener Bürgermeisterin Marion Lück (CDU) und Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) über die Bemühungen einer Bürgerinitiative, die Ortschaft Höhrath nach Wermelskirchen einzugliedern – und über praktikable kurzfristige Lösungen für den Alltag. Nun wollen sie laut Lück einen gemeinsamen Brief an die beiden zuständigen Bezirksregierungen in Düsseldorf und Köln schreiben. „Wir wünschen uns eine Einschätzung der Bezirksregierung und eine Übersicht, wie es auf diesem Weg nun weitergehen kann“, erklärt Lück.

Parallel sucht die Bürgermeisterin aber auch das Gespräch mit den Höhrathern. Auf Einladung des Wermelskirchener CDU-Politikers Stefan Leßenich trafen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative mit Lück, Michael Schneider (CDU Wermelskirchen) und dem Burg/Höhscheider Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU) im Grenzgebiet. „Es wird nun höchste Zeit, dass wir weiterkommen“, sagte Leßenich. „Unser Rat hat bereits die Entscheidung getroffen, mit den Solingern das Gespräch zu suchen“, erinnerte Leßenich. Nun liege der Ball in der Klingenstadt.

„Es wird höchste Zeit, dass wir weiterkommen.“

Stefan Leßenich, CDU Wermelskirchen

Außerdem hätten die Solinger schon 2020 eine erneute Umfrage unter den Höhrathern ins Spiel gebracht, um ein repräsentatives Meinungsbild zu erhalten. Passiert sei aber noch nichts. Nun habe Westeppe den Ball noch mal aufgenommen. Bis August solle die Umfrage in Höhrath nun von Solinger Seite aus auf den Weg gebracht werden.

Deutlich schneller sollen aber Alltagsprobleme in Angriff genommen werden: „Ich verstehe die Not der Menschen“, sagt die Bürgermeisterin. Dabei geht es vor allem um Kita- und Schulplätze: Die Grundschule in Wermelskirchen-Hünger ist kaum zwei Kilometer entfernt, die auf Solinger Seite neun. Kinder, die sich mit dem Bus auf den Weg machen, müssen einmal umsteigen. Deswegen bemühen sich die Eltern in Höhrath darum, dass ihre Kinder in Hünger zur Schule gehen können.

Für die übernächste Woche haben die Schuldezernenten beider Städte ein Gespräch vereinbart. „Wir suchen ergebnisoffen nach Lösungen“, sagt Lück. Fest stehe allerdings auch: Es müsse geprüft werden, was möglich ist. Bei freien Kapazitäten in Schulen und Kitas könnten Kinder aus Höhrath natürlich berücksichtigt werden. „Aber vermutlich werden wir das jedes Jahr neu bewerten müssen, schließlich sind die Zahlen dynamisch.“

Vor einigen Jahren kämpfte die Grundschule in Hünger um ihre Existenz, Kinder aus Burg und Hünger konnten sich anmelden. Aktuell sei die Schule in Hünger aber gut ausgelastet, ein weiterer Ausbau nicht mehr möglich, sagt die Bürgermeisterin.

Über Zahlen sprachen die Teilnehmer auch: Westeppe hatte herausgefunden, dass in den nächsten Jahren ein, höchstens zwei Kinder pro Jahrgang in Höhrath schulpflichtig werden. „Das ist so eine geringe Zahl“, sagt Leßenich, „wir müssen über mögliche Lösungen sprechen.“ Allerdings könnte sich das durch Zuzüge schnell ändern, erinnert die Bürgermeisterin.

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