Stadtwerke weiten Schulbusangebot aus

Sonderregelung wegen Corona

Von Andreas Tews

Auf gestaffelte Anfangszeiten an den weiterführenden Schulen und einen erweiterten Schulbusverkehr haben sich das Rathaus sowie Vertreter der Schulen und der Stadtwerke geeinigt. Sie wollen so den Schülerverkehr entzerren und somit die Covid-19-Ansteckungsgefahr für die Schüler reduzieren. Die Stadtverwaltung teilte gestern mit, dass die Stadtwerke im Schülerverkehr bis zu den Herbstferien 30 Busse einsetzen werden. Dies seien zehn mehr als sonst üblich.

Bei der Regelung, die zunächst bis zu den Herbstferien gilt, gehe es darum, die im Zuge der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln einzuhalten, heißt es zur Begründung. Dies stelle Schulen, die Stadt als Schulträger und den Verkehrsbetrieb vor große Herausforderungen. Um das Vorgehen abzustimmen, hatten Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) und Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne) Vertreter der Stadtdienste, der Stadtwerke sowie der Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen, Berufskollegs und der Sekundarschule an einen Tisch geholt.

Weil die Schulen ihre Anfangs- und Schlusszeiten untereinander abgestimmt und entzerrt haben, so heißt es aus dem Rathaus, sei ein gestaffelter Busverkehr möglich. Der Effekt wird mit gut 30 Prozent beziffert. „Für den Schülerverkehr zu den weiterführenden Schulen werden die größten Kapazitäten benötigt“, sagte Schuldezernentin Becker. „Deshalb haben wir uns zunächst darauf konzentriert, hierfür Regelungen zu finden. Die Grundschulen werden wir dann im nächsten Schritt mit einbeziehen.“

Durch die zehn zusätzlichen Busse wird das Platzangebot in den Bussen laut Hoferichter und Becker um 700 Plätze erhöht. Zudem halten die Stadtwerke zur Sicherheit noch eine Fahrzeugreserve bereit.

Die zusätzlichen Fahrzeuge werden angemietet. Dies verursacht nach Angaben des Rathauses Kosten von rund 280 000 Euro. Vom Land erwartet die Stadtverwaltung, dass es die Kosten erstattet. Entsprechende Anträge sollen gestellt werden.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir ausreichend Kapazitäten geschaffen haben“, erklärte Hoferichter. Sobald erste Erfahrungen vorliegen, werde das Angebot aber noch einmal überprüft. Er und Becker erneuerten den Appell an die Schüler, wenn möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule zu kommen.

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