Zum 1. April

Stadtwerke Solingen erhöhen Preise für Strom und Gas

Kunden der Stadtwerke Solingen müssen ab April für Strom und Gas tiefer in die Tasche greifen. Archivfoto: Tim Oelbermann
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Kunden der Stadtwerke Solingen müssen ab April für Strom und Gas tiefer in die Tasche greifen.

Entwicklungen am Großhandelsmarkt wirken sich auf Verbraucher aus.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Strom- und Gaskunden der Stadtwerke Solingen müssen bald tiefer in die Tasche greifen. Der Energieversorger hat gestern angekündigt, seine Preise zum 1. April zu erhöhen. Grund dafür seien die „stark gestiegenen Preise von Strom- und Gasprodukten am Großhandelsmarkt“. Dort sei teilweise eine Zunahme von bis zu 400 Prozent festzustellen.

Konkret müssen sich alle Erdgaskunden der Stadtwerke auf eine Erhöhung um 1,13 Cent pro Kilowattstunde einstellen. Zudem steige der jährliche Grundpreis um 41,65 Euro. Der Preis pro Kilowattstunde Strom zieht um 2,02 Cent an, beim jährlichen Grundpreis wird ein Aufschlag von 17,85 Euro fällig. Um den gleichen Wert erhöht sich der Grundpreis für Stadtwerke-Kunden mit einer Wärmepumpe. Die Kosten pro Kilowattstunde steigen für diese Gruppe um 2,98 Cent.

„Durch unsere langfristige Beschaffungsstrategie liegt das Preisniveau der Bestandskunden in Solingen damit trotzdem deutlich unter den aktuell am Markt zu findenden Preisen“, wird Stefan Ziebs in einer Mitteilung zitiert. Er ist der Vertriebsleiter der Stadtwerke. Das Problem: Aufgrund der aktuell vorherrschenden Dynamik komme es zu Schwankungen, die der Energieversorger auf dem Spotmarkt, also durch kurzfristigen Einkauf von Energie, ausgleichen müsse. Die dort aufgerufenen Preise seien „so extrem hoch, dass wir nicht um eine Preisanpassungen herumkommen“.

Die Entwicklung wirkt sich auch auf Neukunden aus. „Durch Lieferausfälle vieler Anbieter steigen für uns die Risiken im Großhandel“, erklärt Pressesprecherin Lisa Nohl. Meldet ein Energieversorger von Solingerinnen und Solingern Insolvenz an oder stellt seine Lieferung aus anderen Gründen ein, nehmen die Stadtwerke als Grundversorger die Betroffenen auf. Um diese Neukunden beliefern zu können, sei es notwendig, zu den aktuell hohen Preisen am Großmarkt einzukaufen. „Günstiger würde es mit unseren Sonderverträgen, in die wir diese Neukunden auf Wunsch gerne aufnehmen“, erklärt Lisa Nohl.

Lesen Sie auch: Stadtwerke stellt sich auf besondere Situation durch Omikron ein

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