Stadtradeln

1152 Aktive erradeln 262.050 Kilometer

Lukas Kurowski bekam eine Urkunde für die am meisten gefahrenen Kilometer als Einzelperson. Foto: Michael Schütz
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Lukas Kurowski bekam eine Urkunde für die am meisten gefahrenen Kilometer als Einzelperson.

Durch die Aktion Stadtradeln wurden 39 Tonnen CO2 eingespart.

Von Katharina Birkenbeul und Moritz Jonas

Solingen. Von Solingen nach Köln, in die Eifel und über Mönchengladbach bis nach Düsseldorf. Diese Strecke legte Lukas Kurowski im Regen mit dem Fahrrad zurück. Der Grund: das diesjährige Stadtradeln, das vom 7. bis zum 27. September in der Klingenstadt stattfand.

„Ich wollte mehr Kilometer zurücklegen, als jemand, der mit einem E-Bike teilnahm“, erklärte der 35-Jährige, der häufig Straßenradtouren fährt. Mit insgesamt 1740 gefahrenen Kilometern schaffte er das. „Die hohe Zahl der zurückgelegten Kilometer aller Teilnehmer ist beispielgebend, wir entwickeln uns immer mehr zur Fahrradstadt“, betonte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). Er ehrte die besten Teilnehmer Ende der vergangenen Woche.

Nachdem Corona den Solingern in Bezug auf das „Stadtradeln“ zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, konnte es dann doch noch stattfinden. Ursprünglich war die Veranstaltung für Mai dieses Jahres geplant. Eingeladen zum Mitradeln waren Einzelpersonen, Teams aber auch Schulen und Kitas. Gezählt wurden alle Kilometer, die mit dem Fahrrad, E-Bike oder Pedelec zurückgelegt wurden – auch außerhalb Solingens.

„Wir als Stadt verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie, die vorsieht, bis 2023 die Zahl der Radelnden zu verdoppeln. Und das ist auch die Initialzündung für die Teilnahme am Stadtradeln gewesen“, erklärte Ariane Bischoff. Die Leiterin des Strategiebereichs Nachhaltige Entwicklung bei der Stadt übernahm in diesem Jahr mit Patricia Reich und Finn Grimsehl-Schmitz die Organisation.

Besonders gefordert waren in den drei Wochen die Stadtradel-Stars. Fünf Solinger – Lenja Königs, Netusan Vairamuthu, Christian Hoppe-Löhndorf, Tobias Krüger und Guido Radtke – verpflichteten sich dazu, den kompletten Zeitraum auf das Auto zu verzichten. Vor eine Herausforderung stellte das Krüger nicht: „Für mich als Mensch, der ohnehin viel mit dem Fahrrad erledigt, war es nicht schwer. Nur meine Familie musste sich erst einmal an die logistisch kompliziertere Situation gewöhnen.“ Krüger fährt jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit nach Remscheid.

Im Team war es sicherlich noch leichter, glaubt Reich, weil sich so jeder gegenseitig motivieren konnte. „Es ist faszinierend, wie viel man doch schaffen kann.“ Besonders stolz ist deshalb auch das Team Biernath auf mehr als 18.000 geradelte Kilometer. Für jeden gefahrenen Kilometer haben sie zudem 10 Cent gespendet – 5 an das Kinderhospiz Balthasar und 5 Cent an die Verkehrsschule. „Die Idee entstand dadurch, dass wir eigentlich jedem Teammitglied ein Bier ausgeben wollte, was aus bekannten Gründen derzeit nicht geht“, erklärt Markus Kröckertskothen von Biernath.

Insgesamt wurden für die Stadt Solingen von 1154 Aktiven in 94 Teams 262 050 Kilometer gesammelt. Dadurch wurden 39 Tonnen CO2 eingespart. „Unser Wunsch ist es, das dritte Stadtradeln im nächsten Frühjahr stattfinden zu lassen“, sagte Bischoff und fügte hinzu: „Geplant ist eine Wiederholung auf jeden Fall.“

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