Technische Betriebe

Stadtbildpflege sorgt für blühende Pflanzen

Andreas Werner von den Technischen Betriebe Solingen (Mitte) pflanzte gestern Morgen in Burg mit Kollegen Geranien. Jetzt fehlt nur noch die Sonne, damit sie blühen können. Foto: Andreas Horn
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Andreas Werner von den Technischen Betriebe Solingen (Mitte) pflanzte am Morgen in Burg mit Kollegen Geranien. Jetzt fehlt nur noch die Sonne, damit sie blühen können.

Erfolgreiches Konzept für Grünstreifen-Bepflanzung.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. In Unterburg sollen bald ungefähr 1000 Hängegeranien an den Geländern über dem Eschbach für bunte Blütenpracht sorgen. Als Blickfang in den touristischen Aushängeschildern von Solingen sind sie die i-Tüpfelchen.

Die letzte Pflanzaktion am Morgen fand bei Dauerregen statt. Norbert Motzfeld, Teilbetriebsleiter Stadtgrün und Stadtbildpflege hofft, wie wohl alle Solinger zurzeit, auf endlich besseres Wetter, damit in Burg und auch in den anderen Stadtteilen die Arbeit seines Teams optimal zur Geltung kommt: Grünstreifen, Baumscheiben oder – wie in Burg und am Gräfrather Marktplatz – Blumenkästen herzurichten und zu pflegen, ist nämlich die Aufgabe der Männer und Frauen mit den grünen Daumen. „Es soll zu jeder Jahreszeit gut aussehen, so dass wir sorgfältige Blühkonzepte entworfen haben“, erläutert Motzfeld. Zum Beispiel werden an der Aufderhöher Friedenstraße gerade die verblühten knallgelben gefüllten Narzissen von violettem Zierlauch abgelöst. Beide Zwiebelgewächse ziehen nach der Blüte ihre Blätter wieder ein. Etwas später im Jahr kann dann einfach darüber gemäht werden. Am Frankfurter Damm beginnt nach der Narzissenblüte dann die mehrmonatige Rosenzeit.

Schon vor Jahren hat der grüne Teilbereich der Technischen Betriebe (TBS) in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel ein neues Konzept für Solingens Straßengrün erarbeitet. Es ist inzwischen auf das Beste sichtbar geworden und erfreut auch die Leser des Solinger Tageblatts, wie etwa Ursula Schwarz: „Es gibt ganzjährig immer Schönes anzuschauen“, schreibt sie zustimmend.

Vielfach waren Straßenränder oder Mittelstreifen recht trist und ökologisch wenig wertvoll mit bodendeckenden Cotoneaster-Sträuchern (Mispeln) bepflanzt gewesen, die regelmäßig beschnitten werden mussten – also viel Pflegeaufwand banden. „Außerdem waren sie, aus den 70er Jahren stammend, überaltert. Wir mussten folglich sowieso neu denken“, kommentiert Motzfeld die Entscheidung, sich von diesen Gehölzen zu trennen.

„Da brauchten wir Pflanzen, die gut auch mal eine Weile Hitzeperioden aushalten können.“

Norbert Motzfeld, Teilbetriebsleiter Stadtgrün und Stadtbildpflege

Beispielsweise wurden, auf viele Testareale im gesamten Stadtgebiet verteilt, diverse Saatmischungen ausprobiert. „Je nach Bodenart fanden die Pflanzen für sie gute oder weniger günstige Nähstoffbedingungen zum Gedeihen vor.“

Ein besonderes Augenmerk galt bei der Stadtpflege den Grünstreifen der vielbefahrenen Konrad- Adenauer-Straße. „Da brauchten wir Pflanzen, die gut auch mal eine Weile Hitzeperioden aushalten können, weil man die Beete, inmitten des Hauptverkehrs, nicht ohne riesigen Aufwand wässern kann“, sagt Motzfeld. Außerdem sollten sie so robust sein, dass sie mit winterlichem Streusalz zurechtkommen.

Nach nun drei Jahren zeigen sich die Erfolge. „So lange braucht es immer, bis Neupflanzungen so wirken, wie man das wollte“, sagt Motzfeld, inzwischen spürbar zufrieden. Immer wieder für Enttäuschungen und gelegentlich auch für Unmut hatte allerdings in der jüngeren Zeit der Umstand gesorgt, dass der Fokus der Pflege nunmehr auf priorisierten Straßen und Plätzen liegt und dafür zum Beispiel Baumscheibenbepflanzungen von Nebenstraßen schlichtem Rasen weichen mussten. „Manchmal hatte da offenbar unsere Kommunikation im Vorfeld nicht gut funktioniert“, sagt Motzfeld dazu. „Denn wir wollen auch künftig Anwohner über solche Maßnahmen informieren, in Verbindung mit dem Angebot, dass sie die Pflege dieser kleinen Parzellen selbst übernehmen können“. Dafür stelle der Stadtdienst nicht nur fachliches Wissen zur Verfügung, sondern auch Pflanzen oder Saatgut. „Wenn solche Flächen am Ende doch nicht gepflegt werden, schreiten wir ein und übernehmen dann doch wieder.“

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