Stadt will aus bergischem Studieninstitut aussteigen

Rathaus ist mit Aus- und Fortbildungsangebot in Wuppertal unzufrieden – dort weist man die Kritik zurück

Von Andreas Tews

Bei der Stadt ist man unzufrieden mit der Arbeit und der Ausstattung des Bergischen Studieninstituts für kommunale Verwaltung in Wuppertal. Darum will das Rathaus die dortige Mitgliedschaft kündigen, um Auszubildende und Mitarbeiter künftig zu Aus- und Fortbildungslehrgängen nach Düsseldorf zu schicken. Ob es dazu kommt, entscheidet der Rat heute Abend. Eine Mehrheit gilt als sicher.

Mit der Kündigung folgt die Stadt dem Beispiel Leverkusens und des Kreises Mettmann. Wuppertal und Remscheid bleiben dem von der Stadt Wuppertal betriebenen Institut hingegen treu.

Trotz eines seit eineinhalb Jahren verfolgten Reformkonzepts bemängeln Auszubildende und Fortbildungsteilnehmer nach Angaben der Stadt Solingen „weiterhin Stundenausfälle, mangelhafte Klausur- und Prüfungsplanung, unzureichende Kommunikation, veraltetes Mobiliar, kleine Kursräume sowie einen schlechten Gebäudezustand“. Da es nicht gelungen sei, diese Mängel zu beseitigen, sei es trotz der jetzt anstehenden Mehrkosten von 17 000 Euro pro Jahr angebracht, dort auszusteigen, begründet das Solinger Rathaus in seiner Beschlussvorlage für die Politik. Was in Wuppertal fehle, werde in Düsseldorf bereits geboten.

Wuppertals Stadtdirektor Johannes Slawig (CDU) hält die Solinger Kritik für „unberechtigt“ – zumal unter anderem das Personal aufgestockt, die Digitalisierung des Instituts vorangetrieben und das Benachrichtigungssystem bei Unterrichtsausfall verbessert worden sei. Auch Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) teilt die Solinger Kritik „ausdrücklich nicht“. Seit dem Zukunftskonzept habe sich vieles deutlich verbessert. Unter anderem, so ergänzt Jörg Biermann, Ausbildungsleiter der Stadt Remscheid, habe sich in der Pandemie die verbesserte digitale Ausstattung bewährt. Mast-Weisz erklärte, dass Remscheid die Zusammenarbeit mit Wuppertal fortsetze.

Er hofft, dass für das Institut neue Kooperationspartner gefunden werden, um die Kosten für seine Stadt nicht zu sehr steigen zu lassen. Einer ist laut Slawig in Sicht: das Wuppertaler Jobcenter.

Die generelle bergische Zusammenarbeit sieht Slawig durch das Solinger Ausscheren nicht gefährdet.

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