Bezirksvertretung

Stadt Solingen soll Knoten vor Haribo entschärfen

An der Einmündung der Testeegenstraße in die Wuppertaler Straße ist die Situation für Autofahrer oft unübersichtlich.Foto: Michael Schütz
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An der Einmündung der Testeegenstraße in die Wuppertaler Straße ist die Situation für Autofahrer oft unübersichtlich.

An der Einmündung Tersteegenstraße / Wuppertaler Straße kommt es häufig zu Unfällen

Von Andreas Tews

Solingen. Die Einmündung der Tersteegenstraße in die Wuppertaler Straße (B 224) gilt mittlerweile als Unfallhäufungspunkt. Darum soll die Stadtverwaltung nach Möglichkeiten suchen, inwieweit dieser Bereich umgestaltet werden kann. Einen entsprechenden Prüfauftrag beschloss die Bezirksvertretung Gräfrath jetzt einstimmig. Die Ideen der Stadtteilpolitiker sind vielfältig. Die Grünen, die das Thema angestoßen hatten, können sich ein Linksabbiegeverbot von der Tersteegenstraße auf die B 224 in Richtung Central oder ein Versetzen der nahe gelegenen Fußgängerampel an diese Stelle vorstellen. Peter Hanz (SPD) regte darüber hinaus eine Einfädelspur für Linksabbieger an.

Der Verkehrsknoten vor dem Standort der Firma Haribo hatte Politik und Verwaltung in den vergangenen Jahren bereits mehrfach beschäftigt. Die Situation ist unter anderem wegen der Lastwagen, die auf das Haribo-Gelände abbiegen, unübersichtlich. Die Lkw-Fahrer müssen oft auf der Wuppertaler Straße warten, bis ihnen die Einfahrt auf das Firmengelände freigegeben wird.

An die Debatten der Vergangenheit erinnerte Thomas Braun (CDU) in der Bezirksvertretung, die per Videokonferenz tagte. Er wolle sich einer erneuten Prüfung zwar nicht versperren, versicherte er. Große Hoffnung auf eine Lösung macht er sich allerdings offenbar nicht. „Ich gehe davon aus, dass die Verwaltung in der Vergangenheit alles geprüft hat“, sagte der Christdemokrat. Vor diesem Hintergrund befürchtet Braun, dass eine erneute Prüfung Zeitverschwendung für die Stadtverwaltung sei.

Die Grünen-Politikerinnen Heide Sousa und Monika Tönnies sprachen sich aber für eine erneute Untersuchung durch die Fachleute der Stadtverwaltung aus. Dies sei auch der Wunsch der Grün- und Wegekommision der Bezirksvertretung, berichtete Tönnies. Allerdings habe man auch in dieser Runde keine Lösung gefunden. Sousa regte an, bei einer möglichen Umgestaltung des Verkehrsknotens auch an die Fahrradfahrer zu denken.

Nach Ansicht des Bezirksbürgermeisters Udo Vogtländer (SPD) könnte bei einer Entschärfung des Unfallschwerpunktes auch die städtische Wirtschaftsförderung mitwirken. Lösungen müssten nach Vogtländers Meinung zusammen mit der Firma Haribo gefunden werden.

Die von Hanz angeregte Einfädelspur könnte die Situation nach Ansicht des Sozialdemokraten für Autofahrer erleichtern, die von der Tersteegenstraße kommend nach links in die Wuppertaler Straße in Richtung Central einbiegen. Diese Spur wäre in der Mitte der Bundesstraße. Dort sind derzeit die Abbiegespuren für Lastwagen, die aus Richtung Wuppertal-Vohwinkel und Autobahn 46 kommend nach links auf das Haribo-Gelände fahren wollen.

Ergebnisse ihrer Überprüfung sollen laut Beschluss der Bezirksvertretung bei der nächsten Sitzung im September vorliegen. Dann wird das Gremium erneut über diesen Unfallschwerpunkt beraten.

Beschlüsse

Der Botanische Garten und der Tierpark Fauna erhalten wegen weggefallener Einnahmen in der Corona-Zeit aus den Mitteln der Bezirksvertretung (BV) jeweils 500 Euro.

Bei den Planungen für ein Neubauprojekt an der Focher Straße soll auch die Bushaltestelle am Central so umgestaltet werden, dass sie eine Überdachung erhält. Dazu fordert die BV die Verwaltung auf.

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