Fahrbahndeckenprogramm 2021

Stadt Solingen repariert 30 kaputte Straßen und Wege

Die Brühler Straße benötigt zwischen Wachtel- und Weinsbergtalstraße dringend eine neue Fahrbahndecke.
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Die Brühler Straße benötigt zwischen Wachtel- und Weinsbergtalstraße dringend eine neue Fahrbahndecke.

Baustellen unter anderem auf Weyerstraße, Brühler Straße und Frankfurter Damm.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Stadt plant, im kommenden Jahr rund 1,8 Millionen Euro in Fahrbahnen und Gehwege zu investieren. Nach Berechnungen des Rathauses reichen die Mittel für 30 Straßenabschnitte aus. Baustellen stehen demnach 2021 unter anderem auf der Weyerstraße, Brühler Straße, Katternberger Straße und dem Frankfurter Damm an.

Mit dem Fahrbahndecken- und Gehwegprogramm befassen sich ab der kommenden Woche zunächst die Bezirksvertretungen. Eine Entscheidung soll im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss des Stadtrates am 28. September fallen.

Auf der Dorper Straße wird im nächsten Jahr zwischen Goerdeler- und Schwertstraße eine Baustelle eingerichtet.

Ein solches Programm legt die Stadt in jedem Jahr auf. Im vergangenen Jahr investierte die Kommune 1,3 Millionen Euro in 23 Straßenabschnitte.

Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid: Das größte Einzelprojekt (191 000 Euro) schlägt die Fachverwaltung für die Weyerstraße vor. Dort soll der Fahrbahnbelag zwischen Bebelallee und Monhofer Straße ausgetauscht werden. Gebaut werden soll auch auf dem Stichweg der Hildener Straße zur Hamburger Straße, der Elsässer Straße (zwischen Hildener und Untere Benrather Straße), der Fürkerfeldstraße (zwischen Fürker Straße und Wallstraße, mit Gehweg), der Fraunhofer Straße, der Leibnizstraße, der Helmholtzstraße (jeweils ganz) und der Gellertstraße (zwischen Fürkerfeldstraße und Geibelstraße). Zudem wird der Fußweg Am Stadtgarten erneuert.

Solingen-Mitte: Eine wichtige Hauptverkehrsstrecke steht in Solingen-Mitte auf der Agenda. Dort soll die Fahrbahn des Frankfurter Damms zwischen der Anschlussstelle zur Viehbachtalstraße und dem Albrechtplatz (Beginn Freiligrathstraße) saniert werden.

Der Frankfurter Damm erhält zwischen der Viehbachtalstraße und dem Albrechtplatz eine neue Fahrbahndecke.

Das umfangreichste Projekt ist in diesem Stadtbezirk aber für die Dorper Straße im Abschnitt von der Goerdelerstraße bis zur Schwertstraße vorgesehen (94 000 Euro). Auf der Liste für 2021 sind zudem die Eintrachtstraße (Flensburger Straße bis Richard-Wagner-Straße), die Melbeckstraße (Friedrichstraße bis Kirschbaumer Straße) und der Degenhof (komplett) aufgeführt.

Burg/Höhscheid: Mit geschätzten Kosten von 108 000 Euro ist die geplante Fahrbahnsanierung auf der Katternberger Straße (zwischen Ober- und Josefstraße) die stadtweit zweitgrößte Fahrbahnbaustelle. Nach den Plänen der Stadtverwaltung wird auch auf der vielbefahrenen Brühler Straße (Wachtel- bis Weinsbergtalstraße), sowie auf der Gläßner- und der Henckelsstraße (jeweils ganz) die Asphaltdecke ausgetauscht.

Wald: Im Stadtbezirk Wald ist vor allem eine neue Fahrbahn auf der Ittertalstraße zwischen der Ausbaugrenze bei Hausnummer 61 und der Engstelle bei Nummer 38 vorgesehen. Außerdem sollen die Rolsberger Straße (von Käthe-kollwitz-Weg bis zum Ende) und der Klommenberg (von Talblick bis Haaner Berg) jeweils eine neue Asphaltdecke auf den Fahrbahnen und den Gehwegen erhalten.

Gräfrath: Gleich neun verhältnismäßig kleine Baustellen stehen in Gräfrath an. Dies betrifft die Schnitzlerstraße (Hutten- bis Zwinglistraße), Sachsenstraße (komplett und mit Gehweg), den Amelungen- und den Eckehardweg (jeweils ganz), die Gerberstraße (Am Wall bis Huttenstraße), Theoderichstraße (Jägerstraße bis Dahler Straße, mit Gehweg), den Alberichweg (ganz), die Sophienstraße (Theresienstraße bis Stockdum II) und den Ingridweg (komplett).

In dem Investitionsprogramm der Stadt sollten nach Meinung der Grünen nicht nur die Fahrbahnen und Gehwege – diese werden erstmals gesondert aufgeführt – berücksichtigt werden.

Auf der Weyerstraße sollen die Fahrbahnschäden zwischen Bebelallee und Monhofer Straße bald der Vergangenheit angehören.

Das Rathaus solle bei allen Projekten prüfen, ob zusätzlich auf den jeweiligen Fahrbahnen Radwege markiert werden können. Zudem sollte die Stadt nach Möglichkeit Bordsteine absenken, damit die Strecken für gehbehinderte Fußgänger barrierefrei werden.

Diesen Antrag haben die Grünen für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid gestellt. In deren Sitzung am kommenden Montag, 14. September (17 Uhr, Verwaltungshaus Bonner Straße 100), behandelt die Politik das Fahrbahndeckenprogramm als erstes. 

Programm für neue Asphaltdecken

Kriterien: Beim Fahrbahndeckenprogramm werden Straßenabschnitte repariert, bei denen eine Komplettsanierung (mit Unterbau) nicht nötig ist. Berücksichtigt werden der Zustand der Fahrbahnen und die verkehrliche Bedeutung der Straßenabschnitte. Zudem stimmt sich die Stadt mit Versorgungsunternehmen über deren Bautätigkeiten ab.

Standards: Bei Baustellen im Zuge des Fahrbahndeckenprogramms wird die vorhandene Asphaltschicht zunächst abgefräst und durch eine neue, vier Zentimeter dicke Asphaltbetondecke ersetzt. Die neue Deckschicht ist lärmmindernd und soll 20 Jahre halten. Gehwege erhalten in der Regel eine neue Asphaltschicht, in Einzelfällen einen neuen Plattenbelag.

Standpunkt: Kein Ende in Sicht

Von Andreas Tews

andreas.tews@solinger-tageblatt.de

Stolze 30 Straßen hat sich die Stadtverwaltung für das Fahrbahndeckenprogramm 2021 vorgenommen. Dies zeigt, im Rathaus unternimmt man einiges, um die Holperstrecken im Stadtgebiet zu beseitigen. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass auf der Vorratsliste immer noch 92 Straßenabschnitte stehen, die es ebenso nötig hätten – mit einer geschätzten Investitionssumme von 7,7 Millionen Euro. Dies zeigt: Auch wenn das Volumen des Fahrbahndeckenprogramms seit Jahren leicht wächst, ist ein Ende des Autofahrer-Ärgers über Schlaglochpisten nicht in Sicht.

Angesichts der knappen Mittel kann das Rathaus nur Schwerpunkte setzen, effektiv handeln und vermeiden, dass an Stellen gebaut wird, an denen wenig später die Versorgungsbetriebe die Straßen wieder aufreißen. So kommt es, dass Straßen noch auf der Vorratsliste stehen, die in einem schlechteren Zustand sind als solche Abschnitte, die für 2021 berücksichtigt wurden. Langfristig muss die Politik entscheiden, ob sie für Straßen (und Radwege) mehr Geld zur Verfügung stellt, oder ob die Infrastruktur weiter verfällt.

Die Stadt saniert 22 Schulen bis 2022: Mit 106,2 Millionen Euro sei dies die größte Investition im Bereich der Bildung seit dem Zweiten Weltkrieg, betonte OB Tim Kurzbach.

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